Global Media Law
23. September 2025
Seit 2018 bringt die Konferenzreihe Global Media Law einmal jährlich Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Medien zusammen, um aktuelle Fragen des internationalen Medienrechts zu diskutieren. Ziel ist es, einen Raum für Austausch, Weiterentwicklung und neue Impulse zu schaffen – zu rechtlichen Rahmenbedingungen, die Medien weltweit betreffen.
Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und persönliche Begegnungen in Berlin.
Big Tech und digitale Demokratie: Wie viel Regulierung braucht der öffentliche Diskurs?
Am 6. November 2025 laden die DW und das Institut für Medienrecht und Kommunikationsrecht der Universität zu Köln zur Fortsetzung ihrer renommierten Veranstaltungsreihe ein – erstmals unter dem neuen Titel Global Media Law und in Kooperation mit der Allianz im Allianz Forum.
Im Zentrum der diesjährigen Veranstaltung steht eine der drängendsten Fragen unserer Zeit:
Wie kann die Demokratie im digitalen Zeitalter geschützt werden, wenn Plattformen zunehmend Einfluss auf den öffentlichen Diskurs nehmen?
Die Diskussionen greifen aktuelle Entwicklungen auf, die die Grenzen zwischen technischer Infrastruktur, politischer Kommunikation und demokratischer Meinungsbildung neu definieren.
Das Interview zwischen X-Inhaber Elon Musk und der AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel im Bundestagswahlkampf 2025 hat gezeigt, wie direkt Plattformbetreiber in politische Prozesse eingreifen können. Auch Aussagen von Meta-Chef Mark Zuckerberg zur angeblichen Einschränkung von "free speech" in Europa werfen Fragen auf: Wer kontrolliert den Informationsfluss – und wer schützt den "free flow of information"?
Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Medien diskutieren unter anderem:
- Die Rolle von Plattformen als Gatekeeper im digitalen Diskurs
- Die Verantwortung von Plattformbetreibern für objektive und unabhängige Information
- Die Regulierung politischer Werbung im Netz
- Die rechtlichen Grenzen algorithmischer Einflussnahme
- Die Rolle von KI in der Sicherung demokratischer Kommunikationsräume
- Der Digital Services Act und seine Wirksamkeit im europäischen Kontext
- Zukunftsmodelle: Lizenzierung und Zulassung von Plattformen?
Ziel ist es, einen interdisziplinären Austausch zu fördern und gemeinsam zu erörtern, wie Regulierung gestaltet sein muss, um demokratische Prinzipien auch im digitalen Raum zu wahren – ohne dabei die Innovationskraft und Meinungsfreiheit zu gefährden.
Seien Sie dabei, wenn führende Stimmen aus Wissenschaft und Praxis die Zukunft des digitalen Diskurses gestalten. Wir freuen uns darauf, unter anderem Dr. Eva Flecken, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Prof. Dr. Dieter Dörr, einen der führenden deutschen Medien- und Verfassungsrechtler Deutschlands, sowie DW-Intendantin Barbara Massing als Speakerinnen und Speaker begrüßen zu dürfen. Außerdem werden Dr. Moritz Holzgraefe, Senior Manager, Government Affairs bei YouTube - Northern & Central Europe, Renate Nikolay, Deputy Director General, Directorate General for Communications Networks, Content and Technology, Europäische Kommission, Steffen Leidel, Senior Consultant bei der DW Akademie, Tim Klaws, Director of Government Relations and Public Policy for DACH, Israel, and BeNeLux bei TikTok, Frank Schwabe, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär der Justiz und für Verbraucherschutz, Awet Tesfaiesus, MdB und Obfrau im Ausschuss für Kultur und Medien sowie Martin Rabanus, MdB und Sprecher für Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion, zu Gast sein. Eine vollständige Übersicht finden Sie hier. Eine vollständige Übersicht finden Sie hier.
Moderiert wird die Veranstaltung von Patrick Leusch, DW Head of European Affairs.
📍 Ort: Allianz Forum, Pariser Platz 6, 10117 Berlin
📅 Datum: 6. November 2025
🕒 Uhrzeit: 18 Uhr
🔗 Weitere Informationen und Anmeldung: LINK