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Terrorismus

Großbritannien setzt Terrorwarnstufe herab

27. Mai 2017

Ungeachtet zahlreicher Großveranstaltungen am Wochenende wurde die höchste Alarmstufe wieder aufgehoben. Fühlen sich Fahnder und Politiker so sicher? Der Druck auf die Terrorszene wird aufrechterhalten.

Manchester nach dem Anschlag Polizeipatroillen bei Rugbyspiel von Exeter und Wasps
Bewaffnete Polizei bei Kontrollen bei einem Rugby-Spiel Bild: Reuters/L. Hurley/PA Wire

Es habe in den vergangenen 24 Stunden "eine beträchtliche Zahl von Polizeieinsätzen" gegeben, und jetzt seien "elf Verdächtige in Gewahrsam", berichtete Premierministerin Theresa May nach einer Krisensitzung. Angesichts der jüngsten Entwicklungen habe das Anti-Terror-Zentrum die Terrorwarnstufe von "critical" (kritisch) auf "severe" (ernsthaft) herabgesetzt, gab die britische Regierungschefin bekannt.

"Critical" bedeutet: Ein Anschlag wird unmittelbar erwartet, "severe" bedeutet: Ein Anschlag ist hoch wahrscheinlich. Von Entwarnung im Königreich kann also keine Rede sein. Nach dem Wochenende sollen aber zumindest die Soldaten wieder von den Straßen abgezogen werden. 

Terrornetzwerk zerschlagen?

Am Morgen hatten die Ermittler in Manchester zwei Männer im Alter von 20 und 22 Jahren bei einer Razzia festgenommen. Die Polizei setzte Sprengstoff ein, um in das Haus der Verdächtigen einzudringen. Der Stadtteil Moss Side im Süden von Manchester war am Samstag "vorsichtshalber" evakuiert worden. Offenbar war ein Bombenentschärfungskommando im Einsatz gewesen. 

Der Chef der Anti-Terror-Polizei, Mark Rowley, sprach von großen Fortschritten. Ein großer Teil des hinter dem Manchester-Attentat stehenden Netzwerkes sei hinter Gittern. Weitere Festnahmen und weitere Durchsuchungen seien aber wahrscheinlich. In Libyen waren zudem der Vater und der Bruder des Selbstmordattentäters inhaftiert worden.

Beim Einsatz in Moss Side im Süden von Manchester Bild: Reuters/P. Noble

Für den Anschlag auf ein Popkonzert des US-Teenie-Stars Ariana Grande am Montagabend in Manchester wird der 22-jährige Salman Abedi, ein libyschstämmiger Brite, verantwortlich gemacht. Bei dem Attentat wurden 22 Menschen getötet und 116 verletzt. Unter den Toten sind viele Kinder. Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamiert die Tat für sich.

SC/HF (rtr, afpe, APE)

 

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