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Heftiger Gegenwind für Barack Obama

28. Juli 2012

Auch im vierten Jahr seiner Amtszeit sieht sich der US-Präsident mit einem gigantischen Haushaltsdefizit von mehr als einer Billion Dollar konfrontiert. Die Daten dürften den Wahlkampf weiter anheizen.

Ein-Dollar-Schein auf US-Fahne mit Rissen (Foto: "picture-alliance/chromorange")
Bild: picture-alliance/chromorange

Das Weiße Haus in Washington hat für das laufende Jahr ein Budgetloch von 1,2 Billionen Dollar (976 Milliarden Euro) prognostiziert. Damit läge das Haushaltsdefizit in jedem Jahr der Präsidentschaft Obamas über der Billionen-Marke.

Schwaches Wachstum - viele Arbeitslose

Das Haushaltsbüro des Weißen Hauses musste außerdem die Wachstumsprognose für dieses und das kommende Jahr nach unten korrigieren. Nach Schätzungen der Obama-Regierung wird die Wirtschaftsleistung nun in diesem Jahr um 2,3 Prozent und im kommenden Jahr um 2,7 Prozent zulegen. Im Februar waren Prognosen noch von einem Plus von 2,7 beziehungsweise 3,0 Prozent ausgegangen.

Die Zahl der Arbeitslosen wird in den USA nur wenig sinken. Experten gehen davon aus, dass die Erwerbslosenrate zum Jahresende bei 7,9 Prozent liegen wird, derzeit beträgt sie 8,2 Prozent.

Schlechte Nachrichten für Obama

Haushaltsdirektor Jeffrey Zients schrieb in einem Internet-Blog: "Die US-Wirtschaft ist immer noch mit beträchtlichem Gegenwind konfrontiert." Vor allem die Zurückhaltung der Verbraucher sorgt nach jüngsten Daten des Handelsministeriums dafür, dass das Bruttoinlandsprodukt nur moderat zulegt. Der private Konsum macht rund 70 Prozent der US-Volkswirtschaft aus.

Die Daten setzen US-Präsident Obama, der im November ein weiteres Mal zum Präsidenten gewählt werden will, schwer unter Druck. Ihm werden die flaue Konjunktur und die hohe Arbeitslosigkeit angelastet. Die Wirtschaft ist Hauptthema im Wahlkampf.

se/qu (dapd, afp, rtr)