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PolitikGlobal

News kompakt: Pentagon-Bericht belastet US-Minister Hegseth

4. Dezember 2025

Zur sogenannten Chatgruppen-Affäre um einen US-Angriff liegt jetzt ein Untersuchungsbericht vor. Die EU einigt sich auf eine Lockerung bei gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Das Wichtigste in Kürze.

Pete Hegseth gestikuliert bei einer Pressekonferenz (29.10.2025)
Pentagon-Chef Pete Hegseth: Ein US-Angriff auf die Huthi-Miliz im Jemen wird wieder zum Thema Bild: Eugene Hoshiko/SIPA/picture alliance

Vor gut acht Monaten brachte die Affäre um einen Gruppenchat im Onlinedienst Signal die US-Regierung in heftige Erklärungsnot. Jetzt gibt es einen Untersuchungsbericht des Aufsichtsgremiums des Verteidigungsministeriums in Washington. Er bringt Ressortchef Pete Hegseth in Bedrängnis. Es geht um die Vorbereitungen für einen US-Angriff auf die Huthi-Miliz im Jemen im März.

Laut den Sendern CNN und ABC News kommt der Bericht zu dem Schluss, dass Hegseth hochsensible Einsatzdetails über die App Signal geteilt und dabei möglicherweise US-Soldaten gefährdet habe. Verteidigungsminister Hegseth informierte seinerzeit detailliert über Waffen und Angriffszeiten - während ein Journalist alles mitlesen konnte. Das Papier soll an diesem Donnerstag in geschwärzter Form veröffentlicht werden. 

EU einigt sich auf Lockerungen bei Gentechnik 

Viele Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen sollen in der Europäischen Union künftig im Supermarkt ohne entsprechende Kennzeichnung verkauft werden dürfen. Vertreter aus dem Europaparlament und dem Rat der 27 EU-Länder einigten sich auf Lockerungen der Regeln für den Einsatz von Gentechnik. Die Änderungen sollen dafür sorgen, dass mehr neue Pflanzensorten auf den Markt kommen.

Gentechnisch veränderter Reis mit Provitamin A (l.) und "normaler" weißer Reis Bild: Universität Freiburg/dpa/picture alliance

Kritiker befürchten, dass gentechnisch veränderte Pflanzensamen durch den Wind auch auf Äcker übertragen werden könnten, wo sie eigentlich nicht angebaut werden. Gentechnikfrei soll in Zukunft weiterhin die Biolandwirtschaft bleiben. Die neuen Vorgaben müssen noch vom EU-Parlament und den EU-Staaten bestätigt werden.

Kremlchef Putin auf Staatsbesuch in Indien

An diesem Donnerstag empfängt Indiens Premierminister Narendra Modi den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es ist Putins erster Staatsbesuch im bevölkerungsreichsten Land der Erde seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Indien gibt sich in dem Konflikt offiziell neutral. Das südasiatische Land ist aber weiterhin ein wichtiger Abnehmer von russischem Erdöl, was Russland zusätzliches Geld für die Finanzierung seines Angriffskriegs bringt.

Kremlchef Wladimir Putin ist zufrieden: Indien ist einer der größten Abnehmer von russischem Öl Bild: Alexander Kazakov/Sputnik/REUTERS

Die traditionell guten Beziehungen zwischen den Regierungen in Moskau und Neu Delhi gehen noch auf sowjetische Zeiten zurück. Beide Seiten streben bei dem Gipfeltreffen einen Ausbau ihrer "besonderen und privilegierten strategischen Partnerschaft" an. Putins Staatsbesuch in Indien dauert zwei Tage.

Neue Verhandlungen in Florida über Ende des Ukraine-Kriegs

Die Gespräche über einen möglichen Frieden in der von Russland angegriffenen Ukraine gehen weiter. Nach dem Treffen von US-Vertretern mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin in Moskau wird Medienberichten zufolge an diesem Donnerstag eine ukrainische Delegation in den USA erwartet.

US-Sonderdiplomat Steve Witkoff (Mitte) und Jared Kushner am Dienstag im Kreml - heute wollen sie in Florida mit ukrainischen Vertretern über Wege zu einem Kriegsende beratenBild: Alexander Kazakov/Sputnik/Pool/REUTERS

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, wollen in Florida abermals mit Vertretern aus Kyjiw sprechen. Das melden unter anderem die Tageszeitung "New York Times" und der Sender CBS News unter Berufung auf das Weiße Haus. Die ukrainische Delegation soll wieder vom Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, geleitet werden.

EU-Kommission will Rohstoff-Vorrat für Industrie anlegen

Um Lieferengpässe in der Europäischen Union künftig zu verhindern, setzt die EU-Kommission auf gemeinsame europäische Einkäufe bei wichtigen Rohstoffen wie den Seltenen Erden. Unter anderem soll ein europäisches Zentrum entstehen, über das Beschaffung und Vorräte koordiniert werden. Eine Rohstoffplattform solle Unternehmen zudem dabei unterstützen, ihre Nachfrage zu bündeln, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

Die europäischen Länder wollen damit unter anderem unabhängiger von China werden, das den Weltmarkt für zahlreiche Rohstoffe kontrolliert. In der Vergangenheit gab es wiederholt Schwierigkeiten bei der Beschaffung, was zu Produktionsausfällen führte.

Deutschland richtet nächste Fußball-EM der Frauen aus

Im Sommer 2029 findet die Fußball-Europameisterschaft der Frauen in deutschen Stadien statt. Das Exekutivkomitee der UEFA vergab am Mittwochnachmittag das kommende Turnier an den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Damit spielen die europäischen Frauen-Nationalteams zum dritten Mal nach 1989 und 2001 in Deutschland um den EM-Titel.

Logo der EM-Bewerbung der deutschen Fußball-Frauen Bild: Maximilian Koch/IMAGO

Der DFB setzte sich gegen die Bewerbungen aus Polen sowie Schweden und Dänemark durch. Die Spiele sollen in Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hannover, Köln, Leipzig, München und Wolfsburg stattfinden. 

se/AR (dpa, afp, ap, rtr, kna) 

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert. 

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