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Katastrophe

Hochwasser-Alarm in Südtirol und der Lombardei

5. August 2021

Während im Süden Italiens Feuerwehrleute gegen schwere Brände kämpfen, sind im Norden Rettungskräfte wegen Überschwemmungen im Einsatz.

Südtirol | Hochwasser
Nach einem Murenabgang ist eine Straße in Südtirol von Schlamm und Geröll verschüttetBild: LFV Südtirol/dpa

Gleich mehrere Gegenden in Norditalien haben derzeit mit Hochwasser zu kämpfen. In Südtirol traten nach starkem Regen Flüsse über die Ufer. Wegen Erdrutschen mussten dort Straßen gesperrt werden, darunter die Brennerstaatsstraße. In Klausen warnte der Zivilschutz in der Nacht zu Donnerstag vor Hochwasser, weil der Fluss Eisack über die Ufer getreten war. Bewohner sollten Autos aus Tiefgaragen fahren und weitere Vorbereitungen treffen, erklärte die Feuerwehr. Die Situation beruhigte sich tagsüber wieder.

Auch Brixen war von Überschwemmungen betroffen. Landesweit war die Feuerwehr laut Zivilschutz mit rund 1000 Männern und Frauen im Einsatz. Es galt die zweithöchste von vier Warnstufen. Ein Mensch musste in der Nacht beim Zusammenfluss zwischen Talfer und Eisack nördlich von Sterzing gerettet werden. Er wurde mit einer Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Auch die Etsch im Unterland hat Hochwasser.

Der Mühlwalder Bach in Südtirol ist nach starkem Regen über die Ufer getretenBild: LFV Südtirol/dpa

Schlamm am Gardasee

Am Gardasee schoben sich Schlammmassen in ein Hotel in Limone sul Garda. Betroffen seien nur die Essensräume, die Gäste könnten in ihren Zimmern bleiben, sagte eine Hotelmitarbeiterin der Nachrichtenagentur dpa. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete, dass 100 Gäste in der Nacht in Sicherheit gebracht werden mussten. Es gab demnach keine Verletzten.

In der Lombardei trat laut Ansa der Comer See zeitweise über die Ufer und überspülte in Como Straßen. Ein Campingplatz in der Ortschaft Dervio musste demnach evakuiert werden. Um Mailand warnte die Feuerwehr vor Hochwasser am Fluss Seveso.

Feueralarm in Sizilien und Kalabrien

Ganz anders sah die Lage in Süditalien aus. Unter anderem in Sizilien und Kalabrien kämpften Feuerwehrleute mit Löschflugzeugen weiter gegen Brände. Rund 70 Prozent der Feuer gingen auf menschliche Einwirkung zurück, sagte Umweltminister Roberto Cingolani. Hinzu kämen die Folgen des Klimawandels. Der Zivilschutz auf Sizilien sagte abermals die höchste Brandrisikostufe für den Norden und Osten voraus.

kle/uh (dpa)

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