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Hochwasser teuerste Naturkatastrophe

9. Juli 2013

Noch kann keine endgültige Bilanz gezogen werden – doch Experten glauben, dass die Hochwasserflut im Juni dieses Jahres die teuerste Naturkatastrophe in der deutschen Geschichte wird.

Aufräumarbeiten in Meissen (Foto: imago/Rainer Weisflog)
Bild: Imago

Die Flut in Ostdeutschland und Bayern im Juni ist laut der Münchener Rück womöglich die Naturkatastrophe mit den kostspieligsten Schäden aller Zeiten in Deutschland. "Die endgültige Schadenhöhe steht noch nicht fest, aber es ist gut möglich, dass es die teuerste Naturkatastrophe in der deutschen Geschichte wird", sagte Peter Höppe, Meteorologe und Leiter der Georisikoforschung des weltgrößten Rückversicherers, der "Süddeutschen Zeitung". Für alle betroffenen Länder in Europa zusammen rechnet Munich Re für 2013 mit mehr als zwölf Milliarden Euro ökonomischenrFlutschäden, rund drei Milliarden Euro davon würden von Versicherungen gedeckt.

Das Elbe-Hochwasser überflutete auch die Region um FischbeckBild: picture-alliance/dpa

Kostenbilanz der Flutkatastrophe

01:56

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Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re taxiert diese Schäden etwas höher auf bis zu 3,5 Milliarden Euro. Die auf Katastrophenanalysen spezialisierte US-Agentur Air Worldwide geht sogar von bis zu 5,8 Milliarden Euro versicherten Schäden alleine in Deutschland aus. Experten des Rückversicherungsmaklers Willis Re veranschlagen den versicherten Schaden durch das Hochwasser europaweit auf bis zu vier Milliarden Euro. Die Rückversicherer müssen für einen Teil der Kosten aufkommen, die Versicherungen den Flutopfern erstatten.

kommt die Flut die Versicherer vor allem in Deutschland. Nach Schätzungen des deutschen Branchenverbands GDV werden die versicherten Schäden mit fast zwei Milliarden Euro höher ausfallen als bei der verheerenden Elbe-Flut im Jahr 2002.

Eine Stunde länger dauert die Fahrt mit dem ICE zwischen Hannover und BerlinBild: Reuters

Die Deutsche Bahn will heute in Berlin über die weiter andauernde Sperrung der ICE-Strecke Berlin-Stendal-Hannover Auskunft geben. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke war vom Elbehochwasser stark beschädigt worden. Im Gleisbett steht laut Bahn immer noch Wasser.

ul/wen (rtr, dpa, afp)

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