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Migrant aus Mexiko stirbt durch Schüsse von US-Beamten

8. Juli 2026

In den USA laufen seit Monaten Abschieberazzien gegen Einwanderer ohne gültige Papiere. Nun ist erneut ein Mensch bei einer Kontrolle getötet worden.

USA Houston 2026 | Ein Blumenstrauß in Folienverpackung lehnt an einem Pfosten, im Hintergrund sind mehrere Personen zu sehen
Ein Blumenstrauß am Straßenrand erinnert an den Mexikaner, der in Houston, Texas, bei einer Razzia der US-Einwanderungsbehörde erschossen wurdeBild: Antranik Tavitian/REUTERS

Ein Beamter der US-Migrationsbehörde ICE hat in Houston im Bundesstaat Texas einen Einwanderer aus Mexiko erschossen. Nach bisherigem Kenntnisstand habe sich der Mann, der sich illegal in den USA aufgehalten haben soll, in seinem Fahrzeug Anweisungen der Beamten widersetzt, teilte das Heimatschutzministerium auf der Online-Plattform X mit.

Der Fahrer habe zunächst ein Auto der Einsatzkräfte gerammt und dann versucht, mit seinem Wagen einen Beamten zu erfassen. Dabei habe der Beamte in Notwehr das Feuer eröffnet.

Ermittlungen wegen Schussabgabe

Laut dem Ministerium wurde der Fahrer in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch seinen Verletzungen. Das Ministerium habe interne Ermittlungen wegen der Schussabgabe eingeleitet, heißt es. Das Büro der Bundespolizei FBI in Houston ermittle zugleich wegen des Angriffs auf einen Bundesbeamten.

Immer wieder kommt es in den USA zu Zusammenstößen zwischen ICE-Agenten und Demonstranten - hier eine Aufnahme aus New Jersey Ende MaiBild: Mostafa Bassim/Anadolu/picture alliance

Eine Bürgerrechtsgruppe äußerte Zweifel an der offiziellen Darstellung und forderte eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls. Wie der Sender NBC News berichtet, nahmen mehrere Zeugen Foto- und Videoaufnahmen von dem Vorfall auf. Am Tatort legten Menschen Blumen nieder.

Seit mehr als drei Jahrzehnten in den USA

Der Sohn des Getöteten erklärte auf Facebook, sein "hart arbeitender mexikanischer" Vater sei auf dem Weg zur Arbeit auf einer Baustelle gewesen. "Mein Vater hat das nicht verdient. Er lebte seit fast 35 Jahren in diesem Land und arbeitete auf dem Bau, um für mich, meine beiden Brüder und meine Mutter zu sorgen", heißt es im Facebook-Eintrag.

Im Januar hatten Bundesbeamte die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti erschossen. Das Vorgehen der Beamten hatte für einen landesweiten Aufschrei gesorgt - auch deshalb, weil Videoaufnahmen der Einsätze erhebliche Zweifel an den Darstellungen der Behörde aufgeworfen hatten.

haz/jj (dpa, afp, rtr, kna)

Redaktionsschluss 17.45 Uhr (MESZ). Dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert!

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