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Humboldt und Bonpland in Südamerika

14. Juli 2009

"Eine rein botanische Liebe" - das Hörspiel in 14 Teilen begleitet Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland auf ihrer Forschungsreise durch Südamerika vor rund 200 Jahren.

Eine rein botanische Liebe. Humboldt und Bonpland in Südamerika (CD-Cover)

Fünf Jahre bereisten Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland "Spanisch-Amerika", eine Tour de Force ohnegleichen. Unser Hörspiel "Eine rein botanische Liebe" geht in 14 Folgen der Frage nach, wie die zwei jungen Wissenschaftskollegen und Freunde diese Strapazen durchstehen konnten und sucht nach Erklärungen, weshalb ihre Lebenswege nach der Reise so unterschiedlich verliefen.



1833. Der Arzt und Botaniker, Aimé Bonpland, Humboldts damaliger Begleiter auf der Forschungsreise, wohnt Tausende Kilometer von seiner Heimat Frankreich entfernt in der argentinischen Pampa auf einer kleinen Ziegenfarm.

1833. Der 24-jährige Brite Charles Darwin legt mit dem Forschungsschiff MS Beagle in Montevideo, Uruguay, an. Seit einem Jahr ist er unterwegs auf der Reise, die er erst 25 Jahre später in seinem Hauptwerk "Die Entstehung der Arten" zusammenfassen wird.

Aimé Bonpland erzählt dem jungen Darwin in einer fiktiven Begegnung von der spektakulären Forschungsreise durch Südamerika, die inzwischen 30 Jahre zurückliegt. Mit dem Blick zurück auf seine Erlebnisse als junger Botaniker, dreht sich alles um die Frage: Was ist Ruhm? Und: Was ist er wert?

Darwin fragt den alten Bonpland, ob er Europa oder Paris vermisse. Nein, antwortet der Wissenschaftler. Der einzige, der ihm fehle, sagt Bonpland, sei Humboldt. Die Arbeit und das Abenteuer von damals übertrafen alle seine Erwartungen: Bonpland und Humboldt – die beiden waren ein Traumpaar. Zwei junge Männer, die alles sammelten, maßen, beobachteten, was ihnen vor die Füße kam. Die südamerikanische Forschungsreise war eine Zeit wie im Rausch, eine der glücklichsten Zeiten in Bonplands Leben. Nur Josephine fehlte ihm. Darwin ist überrascht, als er erkennt, dass Bonpland mit der späteren Kaiserin von Frankreich, der Gattin Napoleons liiert war. Aber Bonpland gesteht: Im Dschungel, neben Humboldt, verblasste die Erinnerung an seine Geliebte. Er bewunderte ihn grenzenlos – Humboldts Intelligenz, seine Spontaneität, seine Lernfähigkeit und die Leichtigkeit, mit der er alle Hindernisse zu überwinden schien. Bonpland wusste sein Glück in Humboldts Gesellschaft zu schätzen. Aber mit der Zeit musste er erfahren, wie aus dem Reisegefährten Humboldt ein mächtiger Gegner wurde, dessen Eitelkeit Bonpland völlig unterschätzte.



Redaktion: Conny Paul

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