"Lala" unterbricht Stromversorgung auf Hawaii
16. August 2026
Der Hurrikan "Lala" hat zerstörerische Winde und massive Niederschläge auf Hawaiis größte Insel Big Island gebracht. Das Nationale Hurrikanzentrum der Vereinigten Staaten (NHC) warnte vor lebensgefährlichen Überschwemmungen, hohem Wellengang und Erdrutschen, insbesondere in steilem Gelände. Bewohner sollten in sicheren Unterkünften verbleiben.
Der öffentliche Nahverkehr auf Big Island wurde eingestellt. Das Verkehrsministerium des US-Bundesstaates Hawaii schloss auch mehrere Flughäfen. Dutzende Flüge innerhalb der Inselkette und zum amerikanischen Festland wurden gestrichen.
Viele ohne Strom
Infolge des Sturms fiel in zehntausenden Haushalten der Strom aus, wie auf der Internetseite poweroutage.us zu sehen ist. Nach Angaben des Energieversorgers Hawaiian Electric wurden auf einer Strecke von fast 70 Kilometern Strommasten und Leitungen beschädigt. Anwohner müssten sich auf mögliche längere Ausfälle einstellen, hieß es.
"Lala" wurde am Wochenende als Hurrikan der Kategorie 1 (von 5) eingestuft. Das Zentrum des Wirbelsturms zog laut NHC rund 90 Kilometer südlich an Big Island vorbei.
"Lala" zieht weiter
Auch den kleineren Inseln des Bundesstaates, darunter Maui, Oahu, Kauai und Niihau, drohen an diesem Sonntag (Ortszeit) - trotz größerer Entfernung zum Auge des Sturms - gefährlich starke Winde und heftige Niederschläge.
Meteorologen gehen davon aus, dass "Lala" westwärts über den Pazifik weiterzieht und sich dabei abschwächt. Zu Anfang der neuen Woche soll sich die Wetterlage in der Region allmählich beruhigen.
Das Wetterphänomen El Niño sorgt für höhere Temperaturen im Pazifik und macht Tropenstürme in diesem Jahr besonders wahrscheinlich. Experten rechnen deshalb mit überdurchschnittlich vielen Stürmen.
wa/ack (dpa, rtr)
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