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Im Internet veröffentliche Dokumente des Falls Gongadse echt

3. August 2004

– Ukrainische Generalstaatsanwaltschaft nimmt Stellung

Bonn, 3.8.2004, DW-RADIO / Ukrainisch

Der Leiter des Pressedienstes der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft, Serhij Rudenko, hat auf einem Briefing am Montag (2.8.) zugegeben, dass die Vernehmungsprotokolle des Falls Georgij Gongadse, die im Internet veröffentlicht worden waren, mit den echten Unterlagen übereinstimmen.

Dem Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine zufolge sind die Ermittler, die die 180 im Internet veröffentlichten Dokumente des Falls Gongadse geprüft haben, zum Ergebnis gekommen, dass somit weitere Dokumente der Strafsache aus einer undichten Stelle an die Öffentlichkeit gedrungen sind.

Serhij Rudenko sagte: "Sie müssen wissen, dass gescannte Kopien im Internet veröffentlicht wurden. Um sagen zu können, ob es sich um das eine oder andere Dokument handelt, müssen, wenn notwendig, erst Experten an die Arbeit gehen."

Unterdessen haben das "Instytut Masowoji Informaziji", die "International Federation of Journalists" und die "National Union of Journalists of UK and Ireland" sich an den ukrainischen Generalstaatsanwalt Hennadij Wasyljew mit der Forderung gewandt, Informationen über die Beteiligung an der Ermordung des Journalisten Georgij Gongadse einer von den Ermittlern festgenommenen Person zur Verfügung zu stellen. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte am 21. Juni bekannt gegeben, dass jene Person den Mord an Gongadse gestanden habe. Die Ermittler haben aber bislang keine Angaben zur Überprüfung des Geständnisses gemacht. (MO)

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