Indonesien 1998: Protest, Gewalt, Hoffnung

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Nach 32 Jahren autoritärer Herrschaft von Präsident Suharto werden die Rufe von Studenten immer lauter. Ihre Forderungen: Demokratie und Menschenrechte. Einige bezahlen dafür mit ihrem Leben, denn in der Folge kommt es zu Protesten, Plünderungen, Massenvergewaltigungen, Hetze auf ethnische Minderheiten und Tote. Mit dieser Tragödie endet das Suharto-Regime, und die Demokratisierung des Landes unter Habibi wird eingeleitet.
Die Geschichte formt Lebensgeschichten
Doch bis heute leben einige Betroffene mit dem Schatten der Vergangenheit. Wir haben drei davon in Jakarta getroffen, dem Epizentrum der Bewegung: Wawan kam bei den Studenten-Protesten ums Leben. Wir besuchen seine Mutter, die bei der wöchentlichen Mahnwache bis heute für Gerechtigkeit kämpft.
Wiranti Widyastuti, damals elf, überlebte versteckt vor einem wütenden Mob. Als Indonesierin mit chinesischen Wurzeln fand sie nur mühsam zurück in die Gesellschaft.
Und der Akademiker Vishnu Juwono war seinerzeit Student und Sohn eines Ministers unter Suharto. Wie erlebte er die Phase zwischen Macht und Protest?
Drei Lebensgeschichten, gezeichnet von Angst, Mut und Hoffnung - was haben sie dem Land und der jetzigen Regierung zu sagen?