Indonesien und die EU haben nach zehn Jahren Verhandlungen ein Handelsabkommen unterzeichnet. Bisher sind fast alle Einfuhren aus dem südostasiatischen Land in die Länder der EU mit Zöllen belegt. Die DW hat ein Textilbetrieb in Bandung auf Java besucht. Das Unternehmen steht unter dem Druck chinesischer Importe, die den Markt fluten, vor allem seit sich das Land in einem Handelsstreit mit den USA befindet. Nun hofft man, dass die Handelserleichterungen mit der EU Abhilfe schaffen. Gleichzeitig fürchten Umweltschützer, dass das Abkommen die neue Entwaldungsverordnung der EU zum Schutz von Wäldern schwächen könnte. Denn auch der Palmöl-Export soll gefördert werden. Und wegen dem werden in Indonesien jährlich Hunderttausende Hektar Regenwald vernichtet. Bis der Vertrag in Kraft tritt, muss das Abkommen noch von allen Seiten ratifiziert werden.
