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KonflikteIran

Iran hat Nachfolger Chameneis ernannt

8. März 2026

Gut eine Woche nach der Tötung von Ajatollah Ali Chamenei steht fest, wer neues geistliches Oberhaupt im Iran werden soll. Offiziell wird der Name nicht genannt. Doch es gibt eine Vermutung.

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Wer Nachfolger von Ali Chamenei wird, ist offiziell noch nicht bekannt gegeben wordenBild: Ahmad Al-Rubaye/AFP/Getty Images

Wie Irans Nachrichtenagentur ISNA berichtet, fiel im sogenannten Expertenrat laut dessen Mitglied Mohsen Hejdari eine Mehrheit auf den "am besten geeigneten Kandidaten". Ein weiterer Vertreter des Gremiums, Mohammed Mehdi Mirbagheri, sprach in einem von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Video von einer "klaren Meinung, welche die Mehrheitsposition widerspiegelt". Gemäß der iranischen Verfassung bestimmt der Expertenrat, ein Gremium aus 88 Geistlichen, das neue Staatsoberhaupt. 

Der Name des neuen geistlichen Oberhaupts des Irans wurde zunächst offiziell nicht bekannt gegeben. Hejdari deutete jedoch an, dass die Wahl auf Chameneis Sohn Modschtaba gefallen sein könnte. Laut ISNA erklärte Hejdari: "Der 'Große Satan' hat die von den Vertretern getroffene Wahl auch erwähnt." Er bezog sich damit offenbar auf eine Aussage von US-Präsident Donald Trump, der Modschtaba als Nachfolger ausgeschlossen und für sich eine Mitsprache bei der Entscheidung beansprucht hatte.

Modschtaba Chamenei bei einer Demonstration (Archivbild)Bild: Morteza Nikoubazl/NurPhoto/IMAGO

Seit einer Woche kursierte der Name Modschtabas als aussichtsreichstem Kandidaten. Auch Hassan Chomeini, Enkel des ersten obersten Führers der Islamischen Republik, Ayatollah Ruhollah Chomeini, wurde als mögliches neues Oberhaupt gehandelt. Allerdings verfügt weder der 56 Jahre alte Modschtaba noch der 53‑jährige Hassan über den in der Verfassung eigentlich geforderten Rang eines Großajatollahs.

Israel will auch neues Oberhaupt töten

Israel hatte vor der Entscheidung erneut erklärt, auch der neue Amtsinhaber werde zur Tötung freigegeben. "Die Hand des Staates Israel" werde weiterhin "jeden Nachfolger verfolgen, und jeden, der einen Nachfolger zu ernennen versucht", hieß es in einem Post auf Farsi auf der Plattform X. Die Warnung gelte für alle, die planten, an dem Treffen zur Wahl eines Nachfolgers Chameneis teilzunehmen. 

Chamenei war bei einem Angriff auf sein Anwesen in Teheran am ersten Tag des Krieges am Samstag vor einer Woche getötet worden. Bereits in den Tagen danach warnte Israel, dass seinen Nachfolger dasselbe Schicksal ereilen werde.

gri/se (afp, dpa, rtr)

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