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Trump kündigt Blockade der Straße von Hormus an

Veröffentlicht 12. April 2026Zuletzt aktualisiert 12. April 2026

Nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen mit dem Iran greift US-Präsident Trump zu einem neuen Druckmittel. Die Gespräche in Pakistan waren zuvor ohne Fortschritte beendet worden.

USA Joint Base Andrews 2026 | Donald Trump vor der Air Force One
Präsident Donald Trump kurz nach Beginn der Gespräche in Pakistan: Die USA haben den Iran "bereits militärisch besiegt" Bild: Kevin Lamarque/REUTERS

Präsident Donald Trump hat eine Seeblockade der Straße von Hormus durch die US-Marine angekündigt. Die Navy werde alle Schiffe an der Ein- oder ‌Ausfahrt der Wasserstraße hindern, schreibt Trump am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social. Zudem ​habe er die Marine angewiesen, jedes Schiff in internationalen Gewässern aufzubringen, ​das eine Gebühr an den Iran gezahlt habe. "Niemand, der ​eine illegale Maut zahlt, wird auf hoher See eine sichere Durchfahrt haben", fügt er hinzu.

Trump begründete den Schritt mit Drohungen aus Teheran und sprach von "Welterpressung". Der Iran habe erklärt, es könnten Minen in der Meerenge liegen. Zugleich stellte der US-Präsident in Aussicht, die Blockade könne wieder gelockert werden, sollte die Durchfahrt für alle Schiffe uneingeschränkt möglich sein.

Trump: "... wird zur Hölle gejagt"

Der US-Präsident drohte zudem ein weiteres Mal dem Iran. "Jeder Iraner, der auf uns oder auf friedliche ‌Schiffe ​schießt, wird zur Hölle gejagt", so Trump.

Die Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ​ist eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten der Welt, insbesondere für den globalen Öl- und Flüssiggashandel. Der Iran gehört zu den größten Ölproduzenten der Welt. Dementsprechend ist die Meerenge auch für Teheran enorm wichtig, um seine Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.

Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Ziele im Iran am 28. Februar haben nur sehr wenige Frachter die Straße von Hormus passieren können. Dies löste einen weltweiten Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise aus. 

Knackpunkt ist das iranische Atomprogramm

Zuvor waren die mit Spannung erwarteten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan vorerst gescheitert. US-Vizepräsident JD Vance erklärte vor seinem Abflug aus der Hauptstadt Islamabad vor Journalisten, insbesondere habe der Iran keine verbindliche Zusage zum Verzicht auf Atomwaffen abgegeben. "Tatsache ist, wir brauchen ein ausdrückliches Bekenntnis , dass sie nicht nach der Atomwaffe streben", sagte Vance. Dies müsse auch "langfristig" gelten. "Das haben wir noch nicht gesehen. Wir hoffen, dass wir es sehen werden."

Die US-Delegation verlasse Pakistan, nachdem sie Teheran ein "letztes und bestes Angebot" unterbreitet habe, sagte Vance nach dem Verhandlungsmarathon. "Wir werden sehen, ob die Iraner es akzeptieren."

US-Vizepräsident JD Vance erklärt die Verhandlungen mit dem Iran in Islamabad für gescheitertBild: Jacquelyn Martin/AP Photo/picture alliance

Bei den insgesamt 21-stündigen Gesprächen habe es "bedeutende Diskussionen mit den Iranern" gegeben, so Vance. "Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass wir zu keiner Einigung gekommen sind. Und ich denke, für den Iran sind das viel schlechtere Nachrichten als für die Vereinigten Staaten von Amerika. Wir kehren also in die USA zurück, ohne eine Einigung erzielt zu haben."

Die USA werfen dem Iran seit Langem vor, Atomwaffen anzustreben. Teheran weist dies zurück und betont, Uran ausschließlich für zivile Zwecke anzureichern.

Iran macht die USA für das Scheitern verantwortlich

Kurz nach seiner Erklärung verließ Vance Pakistan an Bord der Air Force Two. Der Iran wiederum machte die USA für das Scheitern verantwortlich. Washington habe die Gespräche mit "unzumutbaren Forderungen" belastet, berichtete das iranische Staatsfernsehen. 

Die Gespräche hatten am Samstag unter Vermittlung Pakistans begonnen. Auf US-Seite nahmen neben Vance auch der Sondergesandte Steve Witkoff sowie US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teil. Den Iran vertraten unter anderen Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi.

Pakisten vermittelte bereits eine Waffenruhe

Nach mehr als fünf Wochen Krieg hatten die USA und der Iran unter pakistanischer Vermittlung in der Nacht zum Mittwoch eine zweiwöchige Feuerpause vereinbart. In diesem Zeitraum soll über ein dauerhaftes Ende des Kriegs verhandelt werden. Nach dem vorläufigen Scheitern der Gespräche in Islamabad rief Pakistans Regierung beide Seiten dazu auf, die Waffenruhe weiter einzuhalten.

se/hf/pgr (afp, dpa, rtr, ap)

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