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PolitikGlobal

News kompakt: Iran meldet Angriff auf US-Stützpunkt

1. Juni 2026

Trotz Waffenruhe kam es erneut zu einem Angriff des US-Militärs im Iran - der reagierte entsprechend. Außenminister Wadephul wirbt weiter für einen Platz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat. Der DW-Nachrichtenüberblick.

Iran 2026 | Rakete, die aus dunklen Wolken in den Himmel steigt
Propagandabild der iranischen Revolutionsgarden zu einem Angriff auf US-Stützpunkte im MärzBild: IRIB TV/AFP

In Kuwait ist am Morgen wegen Raketen- und Drohnenangriffen Luftalarm ausgelöst worden. Die Luftabwehr fing nach Armeeangaben mehrere Geschosse ab. Kurz darauf erklärten die iranischen Revolutionsgarden, sie hätten einen von der US-Armee genutzten Stützpunkt angegriffen. Welcher Standort betroffen sein soll, erklärten sie nicht.

Die Spannungen folgen auf neue US-Angriffe auf iranische Radar- und Drohnenkontrollanlagen. Das US-Regionalkommando CENTCOM sprach von "Selbstverteidigungsangriffen" als Reaktion auf den Abschuss einer US-Drohne. Trotz einer geltenden Waffenruhe hatten mehrere Golfstaaten zuletzt erneut vereinzelten Beschuss gemeldet.

Rumänien macht Russland für Drohneneinschlag verantwortlich

Rumäniens Präsident Nicusor Dan hat bekräftigt, dass die Drohne, die in Galati nahe der ukrainischen Grenze ein Wohnhaus traf und zwei Menschen verletzte, "ohne Zweifel" aus Russland stammt. Rumänische Experten hätten die Trümmer untersucht und mit zuvor auf rumänischem Gebiet abgestürzten russischen Drohnen verglichen. Auch ein kyrillischer Schriftzug mit der Typenbezeichnung sei gefunden worden. Dan machte Russland daher erneut für den Vorfall verantwortlich.

Ein Drohneneinschlag in Rumänien führte zu zahlreichen Solidaritätsbekundungen der NATO und der EUBild: ISU Galati/AP Photo/picture alliance

Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Zweifel an der Herkunft der Drohne geäußert und verlangt, dass Rumänien Teile des Objekts zur Prüfung schicke. Die Drohne war in der Nacht zum Freitag in ein zehnstöckiges Wohnhaus eingeschlagen.

Wadephul wirbt um deutschen Sitz im UN-Sicherheitsrat

Außenminister Johann Wadephul (CDU) wirbt bei Treffen in und rund um die Vereinten Nationen in New York für die deutsche Kandidatur um einen nicht ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Das Gremium gilt als das mächtigste Organ der Vereinten Nationen. Deutschland bewirbt sich in der Regionalgruppe "Westeuropa und andere Staaten" für die Amtszeit 2027/2028. Für die beiden verfügbaren Sitze kandidieren außerdem Österreich und Portugal. Die Wahl Deutschlands gilt deshalb als offen.

Bundesaußenminister Johann Wadephul nutzt die letzten Tage vor der Wahl zum UN-SicherheitsratBild: Christophe Gateau/dpa/picture alliance

Traditionell tritt die Bundesrepublik alle acht Jahre für einen Sitz im Sicherheitsrat an. Insgesamt war Deutschland bislang sechsmal in dem Gremium vertreten, zuletzt in den Jahren 2019 und 2020. Über die Zusammensetzung des Sicherheitsrats für die kommende Amtsperiode entscheiden die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen am Mittwoch.

US-Präsident Trump erwägt Kundgebung anstelle von Konzerten bei 250-Jahr-Feier

US-Präsident Donald Trump erwägt die Streichung einer geplanten Konzertreihe zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit, nachdem mehrere Künstler ihre Teilnahme abgesagt haben. Stattdessen schwebe ihm eine Kundgebung mit sich selbst als Hauptredner vor, erklärte Trump. Er sei schließlich "die größte Attraktion der Welt, derjenige, der weitaus größere Menschenmengen anzieht als Elvis in seiner Blütezeit, und das ohne Gitarre". Er, "von dem einige sagen, er sei der großartigste Präsident der Geschichte" könne den Platz "dieser drittklassigen 'Künstler'" auf der Bühne einnehmen, schrieb Trump.

Auf der langen National Mall vor dem US-Kongress wird ab Juni das Jubiläum der USA gefeiertBild: Aaron Schwartz/Sipa USA/picture alliance

Er lasse prüfen, ob anstelle der Konzerte eine Kundgebung auf der National Mall in Washington mit dem Titel "Amerika ist zurück" organisiert werden könne. Die Konzerte sollten während der vom 25. Juni bis zum 10. Juli geplanten Feierlichkeiten auf der National Mall zwischen Kapitol und Washington-Denkmal stattfinden.

Ausgangssperre nach Protesten vor US-Abschiebezentrum

Nach mehreren nächtlichen Zusammenstößen vor einem US-Abschiebezentrum in Newark im US-Bundesstaat New Jersey haben die Behörden eine Ausgangssperre verhängt. Bürgermeister Ras Baraka ordnete an, dass der Bereich im Umkreis von 800 Metern um die Einrichtung bis auf Weiteres zwischen 21.00 und 06.00 Uhr gesperrt bleibt.

In New Jersey protestieren zahlreiche Menschen teils gewaltsam gegen Bedingungen in einem AbschiebezentrumBild: Adam Gray/AP Photo/picture alliance

In den vergangenen Tagen kam es dort wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Kritikern der Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump. Am Samstag eskalierten zunächst friedliche Proteste, als Demonstrierende eine Polizeisperre durchbrechen wollten. Auslöser der Proteste war ein Hungerstreik von Migranten, die gegen die Bedingungen im Abschiebezentrum demonstrieren.

Wiener Festwochen laden IT-Investor Peter Thiel wieder aus

Die Wiener Festwochen haben einen geplanten Auftritt des umstrittenen IT-Investors Peter Thiel wegen wachsender Kritik an der geplanten Diskussionsveranstaltung abgesagt. Das teilte das Festival mit. Der für seine politischen Projekte bekannte Regisseur und Festwochen-Intendant Milo Rau hatte sich für den öffentlichen Diskussionsabend am 7. Juni eingesetzt. Thiel hatte bereits zugesagt.

IT-Investor Peter Thiel (Archivbild)Bild: Rebecca Blackwell/AP Photo/picture alliance

Der aus Deutschland stammende US-Milliardär Thiel ist bekannt für seine libertären und rechtskonservativen Positionen, seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump und seine Kritik an liberalen Demokratien. In letzter Zeit hatten Berichte über Thiels apokalyptische Weltsicht auch seine religiöse Ideologie in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

pgr/as/se (dpa, afp, rtr, ap, kna)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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