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PolitikGlobal

News kompakt: 10.000 weitere US-Soldaten im Nahen Osten?

27. März 2026

Das US-Verteidigungsministerium denkt über mehr Soldaten für einen "endgültigen Schlag" gegen den Iran nach. Der Bundestag erleichtert Nierenspenden. Das Wichtigste in Kürze.

US-Präsident Donald Trump vor zwei salutierenden Soldaten
Tausende weitere US-Soldaten könnten bald gegen den Iran im Einsatz seinBild: Julia Demaree Nikhinson/AP Photo/picture alliance

Das US-Verteidigungsministerium erwägt laut Medien die Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen Soldaten in den Nahen Osten. Wie die Zeitung "Wall Street Journal" berichtet, würde dies Präsident Donald Trump mehr Spielraum in den Gesprächen mit dem Iran verschaffen. Die Truppen würden bestehende Einheiten ergänzen, darunter bereits stationierte Soldaten und Fallschirmjäger.

Laut dem Nachrichtenportal Axios entwickelt das Pentagon militärische Optionen für einen "endgültigen Schlag" gegen den Iran, der den Einsatz von Bodentruppen und massive Bombardierungen beinhalten könnte. Dem Vernehmen nach hat Trump aber noch keine Entscheidung dazu getroffen. Er sei aber bereit zu eskalieren, falls die Gespräche mit dem Iran nicht bald Ergebnisse brächten.

Rubio kommt zu Außenministertreffen in Frankreich

US-Außenminister Marco Rubio trifft an diesem Freitag mit seinen Kollegen der G7-Gruppe im französischen Vaux-de-Cernay zusammen, um über den Iran-Krieg zu sprechen. Die Ressortchefs der anderen Staaten haben ihre Beratungen bereits am Donnerstag ohne Rubio begonnen. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul pochte zum Auftakt auf eine gemeinsame Haltung. Zur "Gruppe der Sieben" gehören neben Deutschland und den USA auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada. Am zweiten und letzten Tag des Treffens soll es neben einem möglichen Ende des Kriegs auch um die Wiedereröffnung der für die globale Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus gehen.

US-Außenminister Marco Rubio Anfang MärzBild: Kevin Wolf/AP Photo/dpa/picture alliance

Zudem wollen die Außenminister erörtern, wie der Druck auf Moskau angesichts des seit mehr als vier Jahren dauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erhöht werden kann. US-Präsident Donald Trump hatte Sanktionen gegen russische Öllieferungen wegen der Blockade der Straße von Hormus durch den Iran vorübergehend gelockert.

Trumps Unterschrift kommt auf Dollar-Scheine

Anlässlich des 250. Geburtstags der Vereinigten Staaten sollen erstmals Dollarnoten in Umlauf gebracht werden, die die Signatur eines amtierenden Präsidenten tragen. Das teilte das US-Finanzministerium mit. Noch ist unklar, wann die neuen Scheine ausgegeben werden und welche Scheine die Unterschrift von Donald Trump tragen sollen.

Auf den Dollar-Noten sind bisher hauptsächlich Bilder von ehemaligen US-Präsidenten und Gründervätern abgebildetBild: Claudia Nass/CHROMORANGE/picture alliance

Der Präsident hatte bereits in der Vergangenheit zahlreichen Projekten seinen Namen verliehen. Dazu zählen Immobilien wie der Trump Tower in New York sowie Trump-Golfanlagen weltweit. In seiner zweiten Amtszeit kündigte er zudem die sogenannte "Trump Gold Card" an, eine Art Visum, das gegen eine Zahlung von einer Million Dollar erhältlich sein soll. Außerdem stellte die Regierung mit "TrumpRx" eine Plattform in Aussicht, über die Amerikaner Medikamente zu günstigeren Preisen beziehen können.

Mexiko verliert Kontakt zu Hilfsschiffen für Kuba

Die mexikanische Marine sucht nach zwei Booten einer internationalen Hilfsflotte für Kuba. Seit Tagen gebe es weder Kontakt noch eine Bestätigung ihrer Ankunft in Havanna. Die Boote mit neun Besatzungsmitgliedern verschiedener Nationalitäten und Hilfsgütern waren am Freitag von der mexikanischen Insel Isla Mujeres ausgelaufen und wurden Mitte der Woche in Kuba erwartet.

Die zwei Segelschiffe sollten eigentlich schon in Kuba angekommen seinBild: Paola Chiomante/REUTERS

Die Marine hat Such- und Rettungskräfte in der Region alarmiert. Die Hilfsflotte wurde von Gewerkschaften, Organisationen, Abgeordneten und Aktivisten aus mehreren Ländern organisiert. Hintergrund ist die verschärfte Versorgungskrise in Kuba, unter anderem infolge der US-Blockade von Öllieferungen.

Bundestag beschließt Gesetz zur Erleichterung von Nierenspenden

Um die Zahl der Organ-Transplantationen zu erhöhen, werden in Deutschland die Regeln für Nierenspenden von noch lebenden Menschen gelockert. Einen entsprechenden Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken hat der Bundestag verabschiedet. Gestrichen wird die Vorschrift, wonach eine solche Lebendspende nur dann zulässig ist, wenn es kein Organ eines Verstorbenen gibt. Erleichtert werden sollen zudem sogenannte "Überkreuz-Spenden". Bisher dürfen Paare, bei denen ein Partner dem anderen eine Niere spenden will, dies aber aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, das Organ nur dann einem anderen Paar überlassen, wenn ein Nähe- oder Verwandtschaftsverhältnis besteht. Diese Voraussetzung soll künftig entfallen.

Begründet wird die Neuregelung damit, dass die Zahl der Spendernieren schon seit langem nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken. Die Folge sind lange Wartezeiten auf Nierenspenden von Verstorbenen, verbunden mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität für Betroffene.

Trauer um verstorbenen Filmemacher Alexander Kluge

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den verstorbenen Filmemacher und Autor Alexander Kluge als "eine der großen intellektuellen Persönlichkeiten" Deutschlands gewürdigt. Kluge habe das Kulturleben der Bundesrepublik mehr als 60 Jahre in unvergleichlicher Weise geprägt, heißt es in einem Schreiben Steinmeiers.

Der verstorbene Drehbuchautor und Regisseur Alexander KlugeBild: Britta Pedersen/dpa/picture alliance

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erklärte, der Verstorbene habe im Film, im Fernsehen und in der Literatur Pionierarbeit geleistet. Alexander Kluge galt als Vordenker des deutschen Autorenkinos, war aber auch als Schriftsteller und Medienunternehmer tätig. Wie am Donnerstag bekannt wurde, starb er im Alter von 94 Jahren in München. 

pgr/se/gri (dpa, afp, rtr, epd)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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