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KonflikteNahost

Straße von Hormus: Iran nennt sieben Bedingungen für Öffnung

4. Oktober 2026

Der USA-Iran-Krieg blockiert die wichtige Straße von Hormus und belastet den Ölhandel. Verhandlungsführer Bagher Ghalibaf stellt klar: Die Meerenge wird erst freigegeben, wenn die USA sieben Bedingungen erfüllen.

Oman Musandam 2026 | Schiffe in der Straße von Hormus, im Vordergrund das felsige Ufer (02.10.2026)
Schiffe in der Straße von Hormus vor der Küste des Oman (am Freitag)Bild: REUTERS

Der Iran wird die Straße von Hormus zufolge erst wieder öffnen, wenn sieben Vorbedingungen durch die USA erfüllt sind. Das machte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf deutlich, der zugleich Verhandlungsführer aufseiten des Irans ist.

Die Zeit des Abwartens und Diktierens einseitiger Forderungen sei abgelaufen, wird er von der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA zitiert. "Die Position der Islamischen Republik Iran ist völlig klar und unmissverständlich", sagte Ghalibaf laut IRNA. "Die Straße von Hormus wird nicht geöffnet, bis unsere sieben Bedingungen auf der Grundlage der Absichtserklärung von Islamabad erfüllt sind." Dieses Zwischenabkommen war im Juni geschlossen worden.

Parlamentspräsident Ghalibaf (Archiv): "Völlig klar und unmissverständlich"Bild: Iranian Presidency/ZUMA/IMAGO

Ein entsprechender Forderungskatalog soll schon auf dem Weg nach Washington sein. Nach eigenen Angaben übermittelte die Führung in Teheran ihre Liste über den Vermittler Katar an die US-Regierung.

Irans Forderungskatalog

Berichten zufolge fordert der Iran unter anderem, dass die USA die Seeblockade gegen iranische Häfen und Schiffe beenden. Zudem solle die Regierung von Donald Trump das Verbot von Ölexporten aufheben, eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben und alle Sanktionen gegen den Iran aufheben.

Das Regime in Teheran verlangt zudem ein Ende aller Militäraktionen gegen den Iran und dessen Verbündete in der Region, wie die Hisbollah im Libanon. Es gilt als unwahrscheinlich, dass die US-Regierung alle Maximalforderungen vorab erfüllen wird.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi schlägt einen Fahrplan von sieben Tagen vor. Demnach sollen die USA alle Vorbedingungen erfüllen, bevor der Iran die Meerenge nach sieben Tagen wieder öffnet und Verhandlungen über ein umfassendes Abkommen aufnimmt.

Warnung von Außenminister Araghtschi

Araghtschi sagte an diesem Sonntag vor ausländischen Diplomaten in Teheran, sein Land hoffe, dass die US-Regierung den Weg der Diplomatie wähle. Er warnte jedoch, dass der ⁠Iran auf ein erneutes militärisches Vorgehen der USA eingestellt sei. "Wenn sie wieder auf militärische Optionen setzen, sind ⁠wir besser vorbereitet als zuvor und werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um uns selbst zu verteidigen", so Araghtschi.

Am Donnerstag hatten Insider der Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass der Iran eine umfassendere und energischere Reaktion plane, sollten die USA erneut großangelegte Militärangriffe starten.

Die Straße von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman ist an ihrer engsten Stelle nur 35 bis 40 Kilometer breit. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean. Im Iran-Krieg ist die Meerenge zum zentralen Konfliktpunkt zwischen dem Iran und den USA geworden.

Der Iran blockiert dort seit Beginn des Krieges weitgehend den Schiffsverkehr. Auch das US-Militär hatte zivile iranische Schiffe in der Meerenge an der Weiterfahrt gehindert.

AR/gri (dpa, rtr)

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