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KonflikteGlobal

Teheran: Iran wird Straße von Hormus verwalten

23. Juni 2026

Verhandlungen auf dem Bürgenstock: US-Vize JD Vance und Irans Vizeaußenminister Gharibabadi ringen in der Schweiz um Frieden. Im Fokus stehen der Welthandel und die Blockade der strategischen Straße von Hormus.

Zwei Personen geben sich die Hand bei den Verhandlungen zwischen USA, Iran, Pakistan und Katar in Bürgenstock, Schweiz, im Hintergrund der Vierwaldstättersee (21.06.2026)
Mitarbeiter der Delegationen am Verhandlungsort Bürgenstock in der Schweiz (am Sonntag)Bild: Nathan Howard/AP Photo/REUTERS/dpa/picture alliance

Bei ihren Gesprächen in der Schweiz haben sich die USA und der Iran nach Angaben aus Teheran auf die Einrichtung von vier Arbeitsgruppen verständigt. Zwei davon sollen sich mit dem iranischen Atomprogramm und der Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran befassen, meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi. Zwei weitere Arbeitsgruppen sollen sich demnach dem Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Entwicklung im Iran sowie der "Überwachung und Umsetzung" widmen.

Zukunft der Straße von Hormus

Desweiteren erklärte der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf nach den Gesprächen laut Berichten von Staatsmedien, dass sein Land künftig die Straße von Hormus verwalten werde. "Die Straße von Hormus wird niemals in den Zustand vor dem Krieg zurückkehren, sondern im Einklang mit dem Völkerrecht von der Islamischen Republik Iran verwaltet werden", sagte Ghalibaf laut IRNA. Die Meerenge vor der Küste Irans zählt zu den bedeutendsten Routen des weltweiten Öl- und Gashandels.

Reeder hoffen auf Öffnung der Straße von Hormus

02:35

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Ghalibaf äußerte sich den Angaben zufolge nach seiner Rückkehr aus der Schweiz, wo im Luxusresort Bürgenstock Verhandlungen mit Vertretern der Regierung in Washington stattfanden. Die US-Delegation wurde dabei von Vizepräsident JD Vance angeführt, die iranische Delegation von Ghalibaf.

Gespräche in den Schweizer Alpen     

In einem Internetvideo sagte der iranische Chefunterhändler, die Gespräche hätten "gute Ergebnisse" gebracht. Am Montag hatte bereits Vance erklärt, dass "eine sehr gute Grundlage für eine erfolgreiche endgültige Einigung geschaffen" worden sei.

Delegationen aus Washington und Teheran hatten am Sonntag und Montag in den Schweizer Alpen Gespräche über eine dauerhafte Friedenslösung zum Iran-Krieg geführt. Beide Seiten einigten sich auf einen Fahrplan für ein Friedensabkommen in der Region. Dieser soll nach Angaben der als Vermittler agierenden Staaten Katar und Pakistan binnen 60 Tagen zu einer endgültigen Vereinbarung führen.     

pg/AR (dpa, afp, rtr)

Redaktionsschluss: 17.30 Uhr (MESZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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