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Politik

Israel bombardiert erneut Gazastreifen

18. Februar 2018

Bei der Explosion eines Sprengsatzes an der Grenze zum Gazastreifen sind vier israelische Soldaten verletzt worden. Die israelische Armee reagierte mit Luftangriffen auf Hamas-Ziele in dem Palästinensergebiet.

Israel Israelische Soldaten im Gazastreifen
Israelische Soldaten nahe der Grenze zum Gazastreifen beim Kibbuz NirimBild: Reuters/A. Cohen

Nach Angaben palästinensischer Sicherheitskräfte wurden drei Stützpunkte der Hamas von den israelischen Streitkräften aus der Luft angegriffen. Die israelische Armee erklärte, Kampfjets hätten sechs "militärische Ziele" attackiert.

Vorausgegangen war die Detonation eines Sprengsatzes am Grenzzaun zum Gazastreifen am Samstagnachmittag, bei der nach Angaben der Armee vier Soldaten verletzt worden waren. Zwei von ihnen seien schwer verletzt, ihr Leben sei aber nicht in Gefahr, sagte ein Armeesprecher.

Der Sprengsatz explodierte nach palästinensischen Angaben östlich von Chan Junis. Direkt danach schossen israelische Soldaten von einem Panzer aus auf einen "Wachposten" im südlichen Gazastreifen, wie die Armee mitteilte. Die Luftangriffe Stunden später zielten demnach unter anderem auf einen Tunnel in der Gegend von Zaitun sowie auf Militärgelände nahe Deir al-Balah und Chan Junis. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei zwei Menschen verletzt.

Netanjahu spricht von "ernstem Vorfall"

Laut israelischen Medienberichten handelte es sich um einen der gravierendsten Zwischenfälle an der Grenze seit dem Gaza-Krieg zwischen der radikal-islamischen Hamas-Organisation und Israel im Sommer 2014. Die israelische Armee machte wie üblich bei Angriffen auf ihr Staatsgebiet vom Gazastreifen aus die Hamas für die Explosion verantwortlich.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der sich derzeit bei der Münchner Sicherheitskonferenz aufhält, bezeichnete den Vorfall als "sehr ernst" und kündigte eine "angemessene Reaktion" an. Die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch US-Präsident Donald Trump im Dezember hat die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern nochmals verschärft.

qu/bru (afp, rtre, dpae)

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