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Das Ostjerusalemer Viertel Silwan verändert sich: Palästinensische Familien müssen ihre Häuser verlassen, israelische Siedler ziehen ein. Israelische Gerichte ‑ bis hin zum Obersten Gerichtshof ‑ bestätigen die Räumungsanordnungen oft. Grundlage ist ein Gesetz, das es jüdischen Israelis erlaubt, Eigentum aus der Zeit vor der Staatsgründung 1948 zurückzufordern. Laut Vereinten Nationen sind mehr als 200 palästinensische Haushalte in Ostjerusalem von Räumungsklagen betroffen. Viele Bewohnerinnen und Bewohner fürchten, dauerhaft aus ihrer Stadt verdrängt zu werden ‑ in einer Situation, in der bezahlbarer Wohnraum kaum verfügbar ist.
