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KonflikteIsrael

Israel und Hamas: Waffenruhe in Gaza erneut verletzt

24. November 2025

Zwischen Israel und der Hamas gilt seit mehr als sechs Wochen eine Waffenruhe. Dennoch kommt es immer wieder zu tödlicher Gewalt.

Menschen versammeln sich um ein ausgebranntes Auto
Ob in Chan Junis oder wie hier in Gaza Stadt - die Waffenruhe ist brüchig und die Folgen sind tödlich (Archivbild vom 22.11.2025)Bild: Majdi Fathi/NurPhoto/picture alliance

Im Gazastreifen hat es trotz geltender Waffenruhe wieder tödliche Zwischenfälle gegeben. Die Angaben über die Zahl der Toten variieren.

Medizinische Kreise im Gazastreifen meldeten der Deutschen Presseagentur vier Tote bei israelischen Angriffen seit Montagmorgen. So seien etwa zwei Palästinenser bei Drohnenangriffen Israels im Süden des Gazastreifens ums Leben gekommen. Es habe dabei zudem Verletzte gegeben. Auch im Osten der Stadt Gaza seien zwei Palästinenser durch israelischen Artilleriebeschuss getötet worden. Die Nachrichtenagentur AFP spricht hier von einem getöteten Palästinenser.

Beide Fälle ereigneten sich in der Nähe der sogenannten gelben Linie, hinter die sich das Militär im Rahmen der Waffenruhe-Vereinbarung zurückgezogen hatte. Die israelische Armee wirft den Palästinensern vor, diese übertreten zu haben. Zuvor habe sie diese als "Terroristen" identifiziert und als unmittelbare Bedrohung angesehen.

Brüchige Waffenruhe

Seit Beginn der Waffenruhe zwischen Israel und der radikal-islamischen  Hamas im Gazastreifen am 10. Oktober ist es immer wieder zu gewaltsamen Vorfällen gekommen. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde sind seitdem bislang mehr als 330 Palästinenser getötet worden. Die Hamas wird von zahlreichen Staaten als Terrororganisation eingestuft.

Die neue Gewalt dürfte Bemühungen um eine Ausweitung der brüchigen Waffenruhe erschweren. Die Hamas und Israel hatten am 9. Oktober eine Vereinbarung unterzeichnet und damit die seit zwei Jahren andauernden Kämpfe beendet.

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03:08

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Beide Seiten werfen sich seither gegenseitig tödliche Verstöße gegen die Vereinbarung vor.

Israelische Armee entlässt Generäle

Wegen des Vorwurfs von Versäumnissen vor dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die israelische Armee drei ihrer Generäle entlassen. Die Betroffenen seien nicht mehr länger Teil der Armee und würden auch aus dem Reservekader gestrichen, teilte Armeechef Ejal Samir mit. Er wirft den - inzwischen bereits aus dem Dienst ausgeschiedenen - Generälen vor, persönlich mitverantwortlich dafür zu sein, dass der Hamas-Angriff nicht verhindert wurde.

Die Entlassungen und Strafmaßnahmen folgen auf die Veröffentlichung eines Expertenberichts zum Vorgehen der Armee im Vorfeld des Hamas-Angriffs. Dieser bescheinigte der Armee eine "langjährige systematische und organisatorische Fehlfunktion". Der Bericht kritisierte Fehlentscheidungen unter anderem bei der Truppenstationierung in der Nacht zum 7. Oktober und prangerte Missstände in der Befehlskette an.

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Minister versus Armeechef

Verteidigungsminister Israel Katz kündigte eine "gründliche Überprüfung" des Anfang November veröffentlichten Berichts an. Israelischen Medien zufolge erfuhr Katz aus den Medien über die Entlassungen und Maßnahmen, worauf der Minister entrüstet reagiert habe. Katz und Armeechef Samir gelten als verfeindet.

Bei dem Großangriff der Hamas und verbündeter islamistischer Gruppierungen am 7. Oktober 2023 wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet, etwa 250 Geiseln wurden in den Gazastreifen verschleppt. Der Angriff löste den Krieg im Gazastreifen aus, bei dem Israel massiv militärisch vorging und laut Hamas-Angaben mehr als 69.000 Menschen getötet wurden.

fab/gri/as (dpa, afp, rtr)

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