Grace Pönitz
28. Oktober 2026Anzeige
Nach der Parlamentswahl in Israel liegt das Lager von Ministerpräsident Netanjahu vorn, doch zur notwendigen Mehrheit im Parlament reicht es nicht. Deswegen wird eine Regierungsbildung schwierig. Ofer Waldman, der Büroleiter der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv, hält Neuwahlen für wahrscheinlich. Er bezeichnet die Situation am Morgen nach den Wahlen als "verwirrend und angespannt", weil Umfragen das Lager von Herausforderer Gadi Eisenkot leicht vorn gesehen hatten. Die Wählerinnen und Wähler Netanjahus lebten in einer "medialen Parallelwelt", so Waldman weiter. Die Worte "Zwei-Staaten-Lösung" und "Frieden" seien aus dem israelischen Diskurs verschwunden.
