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Italienische Banken herabgestuft

6. August 2012

Standard & Poor's verschärft den Druck auf Italien. Die US-Rating-Agentur hat die Herabstufung von mehreren Geldhäusern des Landes bestätigt. Die Begründung: Italien drohe eine tiefere und längere Rezession als erwartet.

Zwei Frauen laufen in Rom an einem Geldautomaten vorbei (Foto: Gregorio Borgia/AP/dapd)
Bild: dapd

Die Rating-Agentur Standard & Poor's hat am Montag (06.08.2012) die Herabstufung 15 italienischer Großbanken bestätigt. Auch mehrere kleinere Geldhäuser gerieten ins Visier der Prüfer. Die Zahl der ausfallgefährdeten Kredite sei gestiegen, hieß es zur Begründung. Etliche Banken hätten zudem ihre Rückstellungen für Kreditausfälle gesenkt und seien dadurch anfälliger für die Krise.

Zu den Geldhäusern, deren Kreditwürdigkeit die Rating-Agentur senkte, zählte unter anderem Monte dei Paschi di Siena, die von BBB auf BBB-Minus herabgestuft wurde. Damit liegt die Bewertung gerade noch im sogenannten Investment-Grade und noch nicht im spekulativen Bereich. Das Haus gilt als schwächstes in der Riege der Top-Banken des südlichen Euro-Landes und musste bereits Staatshilfen beantragen. Das Rating der fünftgrößten Bank Unione di Banche Italiane wurde auf BBB von BBB-Plus herabgesetzt. Die Bewertung für die HypoVereinsbank-Mutter UniCredit tastete S&P jedoch nicht an.

Italien und Spanien werden derzeit als zwei der größten Wackelkandidaten in der Euro-Zone gehandelt. Beide ringen um das Vertrauen von Investoren. Italien wehrt sich trotz dramatisch hoher Zinsen gegen Spekulationen, als nächstes - und bislang größtes Land - Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm zu beanspruchen.

rbr/sc (rtr, dapd)

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