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KonflikteUkraine

IWF genehmigt Milliardenkredit für die Ukraine

27. Februar 2026

Die Ukraine erhält weitere Finanzhilfen des Internationalen Währungsfonds. Präsident Selenskyj telefonierte unterdessen vor dem Hintergrund des Streits um die Druschba-Pipeline mit dem slowakischen Regierungschef Fico.

USA Washington 2018 | IWF-Logo am Hauptquartier des Internationalen Währungsfonds
Logo des Internationalen Währungsfonds am Hauptquartier der Organisation in WashingtonBild: Yuri Gripas/REUTERS

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat einen über vier Jahre laufenden Kredit für die von Russland angegriffene Ukraine in Höhe von rund 8,1 Milliarden US-Dollar genehmigt. Davon werden 1,5 Milliarden sofort ausgezahlt, wie der IWF mitteilte. Das sei Teil eines internationalen Unterstützungspakets für die Ukraine in Höhe von insgesamt 136,5 Milliarden US-Dollar.

Die Mittel würden zur Finanzierung des Haushaltsdefizits und zur Stabilität des Finanzsystems verwendet, schrieb die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko in sozialen Medien. Für die Ukraine sei es im fünften Kriegsjahr und vor dem Hintergrund russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur wichtig, dass sie garantierte internationale finanzielle Unterstützung ihrer Partner und Ressourcen für eine stabile Tätigkeit des Staats habe.

Selenskyj lädt Fico nach Kyjiw ein

Im Konflikt um Energielieferungen lud der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj derweil den Regierungschef der Slowakei, Robert Fico, nach Kyjiw ein. Selenskyj habe Fico vorgeschlagen, alle bestehenden Probleme zwischen den beiden Ländern zu erörtern, teilte das ukrainische Präsidialamt mit. Hintergrund ist der Streit um den Transit von russischem ‌Öl durch die Ukraine.

Fico (l.) und Selenskyj bei einem Treffen im September 2025Bild: Tetiana Dzhafarova/AFP

Die Slowakei ist weiter von russischen Ölimporten abhängig und wirft der Ukraine vor, Reparaturen an der Druschba-Pipeline zu verzögern. Die Pipeline leitet normalerweise russisches Öl durch ukrainisches Territorium nach Ungarn und in die Slowakei. Sie wurde nach ukrainischen Angaben bei Angriffen der russischen Armee beschädigt und deshalb stillgelegt. Sowohl Ungarn als auch die Slowakei haben deshalb ihre Ölreserven angezapft.

Die Slowakei erwartet nach Angaben von Fico, dass am kommenden Dienstag wieder Öl durch die Pipeline fließt. Ficos Regierung hatte in den vergangenen Tagen jedoch bereits mehrfach die Wiedereröffnung angekündigt und dann wieder verschoben. Die Ukraine hat bislang keine Angaben zur Reparatur der Pipeline gemacht.

gri/haz (afp, rtr)
 

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