Jerewan ist gegen einen Krieg im Irak
17. Februar 2003Jerewan, 16.2.2003, ARMINFO, russ.
Ein Krieg im Irak ist nicht im Interesse Armeniens, da ein Krieg die gesamte Region destabilisieren würde. Das erklärte der Sekretär des Sicherheitsrates und armenischer Verteidigungsminister Sersch Sarkisjan, der auch den Wahlstab von Präsident Robert Kotscharjan leitet. Er sagte, Armenien unterstütze eine Irak-Resolution und trete für die Lösung des Problems im Rahmen von Beschlüssen des UN-Sicherheitsrates ein.
Sersch Sarkisjan erklärte ferner, im Falle einer Wiederwahl von Robert Kotscharjan werde sich die armenische Außenpolitik und die Haltung gegenüber der Türkei nicht wesentlich verändern. Das Staatsoberhaupt werde sich weiterhin für die Aufnahme diplomatischer und wirtschaftlicher Beziehungen einsetzen und gleichzeitig die nationalen Interessen des Landes verteidigen.
Die armenische Politik gegenüber dem Iran werde ebenfalls unverändert bleiben. Das offizielle Jerewan tritt für einen Ausbau der armenisch-iranischen bilateralen Zusammenarbeit ein.
Sersch Sarkisjan betonte auch, dass die Frage eines NATO-Beitritts ungeachtet der aktiven Kooperation in verschiedenen Programmen zur Verbesserung der Sicherheit Armeniens nicht auf der Tagesordnung der armenischen Außenpolitik stehe.
Über die Beziehungen zur Russischen Förderation sagte Sersch Sarkisjan, Armenien werde die Zusammenarbeit mit Russland weiter vertiefen und die gemeinsamen militärischen Kapazitäten ausbauen, trotz der Kooperation mit der NATO und Europa.
Sersch Arkisjan sagte außerdem, die Position Armeniens zur Lösung des Berg-Karabach-Konflikts werde sich niemals ändern. "Robert Kotscharjan wird niemals eine Politik verfolgen, die zu einer Niederlage in der Karbach-Frage führt", erklärte der Wahlkampfmanager des armenischen Präsidenten. (MO)