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Jerusalem: Gewalt gegen Christen nimmt zu

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1. Juni 2026

Angriffe auf Christen in Israel haben drastisch zugenommen. Und sie werden immer hemmungsloser. Die Politik tue zu wenig, um das zu verhindern, sagen Kritiker. Viele Christen denken ans Auswandern.

In Jerusalem erlebt Abt Nikodemus C. Schnabel wachsende Anfeindungen: Täglich wird er bespuckt und beschimpft, inzwischen sogar am helllichten Tag, sogar von Soldaten. Auch andere Christen berichten von zunehmender Gewalt und Einschüchterung. Kürzlich sorgte ein Video im Internet für Empörung: Eine Nonne wird am helllichten Tag brutal umgestoßen und fällt mit dem Gesicht auf einen Bordstein.

Israelische Organisationen für interreligiösen Diskurs verzeichnen mehr Übergriffe und kritisieren Politik und Behörden für ihre laxe Haltung zu dem Problem. Ultrarechte Kräfte in Israel heizen die Spannungen gar an. Inzwischen fühlen sich viele Christen alleingelassen und denken ans Auswandern. Doch Abt Schnabel will die Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben der Religionen nicht aufgeben.

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