Issam Rimawi, ein palästinensischer Fotograf, berichtet unter extremen Bedingungen aus dem besetzten Westjordanland. Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich die Lage für palästinensische Journalisten drastisch verschärft: Sie werden bedroht, eingeschüchtert und sogar festgenommen – wie sein Kollege Muath Amarneh. Während eines Einsatzes wird Issam direkt mit Tränengas beschossen, das israelische Militär richtet Waffen auf ihn und sein Team. Die Kamera wird zur Zielscheibe, weil sie die Realität der Besatzung dokumentiert.
Systematische Einschüchterung von Medien
Die Angriffe auf Journalisten sind kein Einzelfall. Schon vor dem aktuellen Krieg wurde Issam von israelischen Siedlern attackiert. Auch internationale Reporter sind betroffen – auch DW-Reporterin Fanny Facsar berichtet von Einschüchterungen und Angriffen. Die erfahrene Journalistin Shuruk Asad sieht darin eine gezielte Strategie: Israel wolle alternative Narrative unterdrücken und Journalisten durch Angst von ihrer Arbeit abhalten. Trotz der Gefahr will Issam weitermachen – auch wenn das bedeutet, festgenommen oder getötet zu werden.