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Gesellschaft

Verleumdungsklage gegen Trump eingereicht

5. November 2019

Als "totale Lüge" hatte US-Präsident Donald Trump die Vergewaltigungsvorwürfe der US-Kolumnistin E. Jean Carroll zurückgewiesen. Das will die Journalistin nicht hinnehmen zieht nun vor Gericht.

USA New York City | E. Jean Carroll, Journalistin
Bild: picture-alliance/AP Photo/C. Ruttle

E. Jean Carroll reichte in New York eine Verleumdungsklage gegen US-Präsident Donald Trump ein. Die Journalistin, die Trump beschuldigt, sie vor 20 Jahren vergewaltigt zu haben, wehrt sich damit gegen Anschuldigungen Trumps, wonach sie ihre Vorwürfe erfunden habe. In der Klage heißt es, Trump habe die "Integrität, Ehrlichkeit und Würde" der Journalistin beschmutzt - "all dies in der überregionalen Presse". "Niemand in diesem Land sollte über dem Gesetz stehen - auch nicht der Präsident", twitterte Carroll.

"Als ich den Mut aufgebracht habe, die Vergewaltigung öffentlich zu machen, hat er meinen Charakter verunglimpft, mich der Lüge zu meinem persönlichen Vorteil bezichtigt und sogar mein Erscheinungsbild beleidigt", erklärte Carroll zu ihrer Verleumdungsklage. Die heute 75-Jährige wirft Trump in ihrem im Juni erschienen Buch vor, sie 1995 oder 1996 in der Umkleidekabine eines New Yorker Kaufhauses vergewaltigt zu haben. 

Trump: "Sie ist nicht mein Typ"

Trump hatte die Vorwürfe in einem Interview mit der Politik-Website "The Hill" zurückgewiesen und erklärt, er kenne Carroll nicht. "Ich werde es mit großem Respekt sagen: Erstens, sie ist nicht mein Typ", sagte Trump. "Zweitens, es ist nie passiert. Es ist nie passiert, okay?" Carroll würde "total lügen".

Eine Sprecherin des Weißen Hauses bezeichnete die Anschuldigungen Carrolls als "falsch". Die Verleumdungsklage nannte sie "frivol". Insgesamt werfen mindestens 16 Frauen Trump sexuelles Fehlverhalten vor seiner Zeit als US-Präsident vor.

ww/lh (afp, ap, dpa)

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