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Künstliche Gebärmutter: Wer kontrolliert die Fortpflanzung?

06:53

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30. März 2026

Eine künstliche Gebärmutter könnte extrem Frühgeborene retten. Doch ein möglicher Einsatz am Menschen macht klar: Es geht nicht nur um Medizin, sondern auch um Kontrolle, Gleichberechtigung und die Zukunft der Mutterschaft.

Weltweit wird jedes zehnte Baby zu früh geboren – also vor der 37. Schwangerschaftswoche. Viele leiden später unter Entwicklungsverzögerungen oder haben Probleme beim Sehen, Hören oder Atmen.

Überlebenschancen hängen vom Geburtsort ab

Die Überlebenschancen hängen dramatisch davon ab,  wo ein Baby zur Welt kommt: In Ländern des Globalen Südens überleben mehr als 90 % der extrem frühgeborenen Babys nicht. In wohlhabenderen Ländern dagegen sterben weniger als 10 %, dank hochentwickelter Intensivmedizin.

Besonders gefährdet sind Kinder, die vor der 28. Woche geboren werden. Künstliche Gebärmütter könnten hier als Brückentechnologie dienen: Sie sollen diesen winzigen Babys zusätzliche Wochen in einer gebärmutterähnlichen Umgebung ermöglichen, bevor sie in herkömmliche Brutkästen wechseln.

Wie weit ist die Forschung? 

Und wie könnte Ektogenese – die Idee, eine Schwangerschaft vollständig außerhalb des Körpers zu ermöglichen – die Gesellschaft verändern? Da die Technologie immer ausgereifter wird und ethische und kommerzielle Fragen immer lauter werden, ist jetzt der Moment, genauer hinzuschauen – jenseits von Hype und dystopischer Science-Fiction.
 

Anna Sacco Berichtet über populärwissenschaftliche Themen, Entwicklungspsychologie und Reproduktionsmedizin.
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