Kaffee olé! - Das Beste von der Bohne
30. November 2022
Sie entwickeln klimafreundliche Methoden, die für mehr Artenvielfalt auf Feldern, Plantagen und im Wald sorgen und den Bäuerinnen und Bauern ein gutes Einkommen sichern.
Einer von ihnen ist David Benitez. Der junge Agrarökologe aus Honduras hat die ganzheitlichen Anbautechniken seiner indigenen Vorfahren wiederentdeckt und kombiniert sie mit modernen Methoden der Permakultur. Der Landwirt schult inzwischen auch andere Kaffeeproduzierende.
Das Potenzial ist enorm, denn 80 Prozent des Kaffees weltweit werden nach wie vor von Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut. Mit neuen Arbeitsweisen könnten diese viel für den globalen Umwelt- und Klimaschutz tun und gleichzeitig ihr Einkommen verbessern.
Auch das Start-up "The Coffee Cherry Company" trägt dazu bei, dass Kaffeeproduzierende besser von den Früchten ihrer Arbeit leben können, und zwar buchstäblich. Denn die Firma kauft auf, was normalerweise auf dem Müll landet: die sogenannte Kaffeekirsche. Das Fruchtfleisch, das die Bohnen umhüllt, enthält jede Menge Nährstoffe.
Getrocknet und zu Mehl verarbeitet lässt es sich als gesunde und wohlschmeckende Zutat in Kuchen, Brot und Nudeln verarbeiten. Auf dem US-amerikanischen Markt gilt es bereits als neues Superfood. Eine Win-win-Lösung, die den Kaffeebäuerinnen und -bauern ein zweites Standbein verschafft und Mensch und Umwelt guttut.
Ebenfalls lange verkannt und nun neu entdeckt: die Lupine. Das in Deutschland heimische Gewächs erfreut sich bereits als Grundzutat für Tofu und Joghurt-Alternativen wachsender Beliebtheit. Doch die bunt blühende Hülsenfrucht hat noch mehr zu bieten: Ihre Bohne lässt sich rösten und aufbrühen.
Lupino heißt die magenschonende Kaffeekreation, die Familie Klein entwickelt hat. Sie baut die Pflanze auf ihrem Biobetrieb schon seit Jahren an und vertreibt den Lupinenkaffee inzwischen europaweit mit Erfolg. Dank kurzer Transportwege und wasserarmer Erzeugung bietet er eine klimafreundliche Kaffee-Alternative.
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