In Deutschland wird jedes dritte Kind per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht, oft aus strukturellen oder wirtschaftlichen Gründen und ohne medizinische Notwendigkeit: Strikte Zeitpläne in Kliniken und fehlende Erfahrung mit vaginalen Geburten beim medizinischen Personal führen zu frühen Geburtseinleitungen und unnötigen Operationen.
Solche Interventionskaskaden bergen weitere Risiken: Oft haben Mütter nach der OP aufgrund der Narkose nicht die Möglichkeit in direkten Haut-zu-Hautkontakt mit dem Baby zu kommen, kommen, was das Bonding verzögern und das Stillen erschweren kann.
Lateinamerika hat die höchste Kaiserschnittrate weltweitmit über 40%; in Privatkliniken sogar fast 90%. Während dort manche Frauen unnötig operiert werden, fehlt anderen der Zugang zu medizinischer Versorgung, obwohl er lebenswichtig wäre.
Weniger unnötige Eingriffe für eine sichere Geburt
Studien zeigen: Weniger unnötige Eingriffe verbessert die Gesundheit von Mutter und Kind. Wir begleiten zwei Fachkräfte, die sich für sichere, selbstbestimmte Alternativen einsetzen –von äußeren Wendungen bei Steißlagen bis zu verbesserter Ausbildung und Reformen des Gesundheitssystems.
