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KriminalitätKanada

Kanada: Mindestens sieben Tote nach Schüssen an Schule

11. Februar 2026

Die Bluttat in der westlichen Provinz British Colombia gilt als eine der folgenschwersten Schusswaffenvorfälle in der Geschichte Kanadas. Neben dem Schulgelände gab es weitere Todesopfer in einem Wohnhaus.

Blick auf das Schulgebäude in Tumbler Ridge
Die Tumbler Ridge Secondary School Bild: Trent Ernst/AFP

In Kanadas abgelegener Gemeinde Tumbler Ridge sind bei einem Schusswaffenangriff an einer höheren Schule laut Polizei mindestens sieben Menschen getötet worden. Die mutmaßliche Täterin sei "mit offenbar selbst zugefügten Verletzungen" tot aufgefunden worden, teilten Sicherheitskräfte in der westlichen Provinz British Colombia mit. Von weiteren Verdächtigen oder einer anhaltenden Gefahr für die Öffentlichkeit werde nicht ausgegangen, hieß es.

Zwei weitere Leichen entdeckte die Polizei in einem in der Nähe gelegenen Wohnhaus. Dieser Tatort steht ersten Ermittlungen zufolge im Zusammenhang mit dem Angriff in der Schule.

Insgesamt 27 Menschen wurden nach offiziellen Angaben bei der Attacke auf dem Schulgelände verletzt, zwei von ihnen schwer. An der Tumbler Ridge Secondary School gibt es laut Behörden-Angaben 175 Schüler im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren. Die Schule bleibt für den Rest der Woche geschlossen. Für Betroffene stehen nach Angaben der Schulleitung Hilfsangebote zur Verfügung.

Hintergründe des Angriffs noch unklar

Zu den Hintergründen der Tat ist bislang nichts bekannt. Auch ob es sich bei den Toten auf dem Schulgelände um Kinder oder Lehrkräfte handelt, wurde nicht mitgeteilt.

Die Ortschaft Tumbler Ridge hat rund 2400 Einwohner und liegt mehr als 1000 Kilometer nordöstlich von Vancouver, der größten Stadt von British Colombia. ⁠

Tief betroffen: der Premierminister von British Colombia, David EbyBild: CBC/REUTERS

"Es ist schwer, in einer Nacht wie dieser die richtigen Worte zu finden", sagte der Ministerpräsident von British Columbia, David Eby, vor Journalisten. "Das ist die Art von Dingen, ​von denen man das Gefühl hat, dass sie an anderen Orten passieren und nicht in der eigenen Heimat."

Regierungschef Carney verschiebt Deutschland-Besuch

Der kanadische ​Premierminister Mark Carney verschob seine eigentlich ‌für diesen Mittwoch geplante Reise nach Deutschland zur Münchner Sicherheitskonferenz. "Ich bin erschüttert über die schreckliche Schießerei von heute", schrieb Carney im Onlinedienst X. "Meine Gebete und mein tiefstes Beileid gelten den Familien ​und Freunden, die durch diese ⁠schrecklichen Gewalttaten geliebte Menschen verloren haben."

Der Angriff gilt laut kanadischen Medien als einer der folgenschwersten dieser Art an einer Ausbildungsstätte in dem nordamerikanischen Land seit 1989. Damals erschoss ein 25-Jähriger an einer Fachhochschule in Montreal 14 Studentinnen.

se/wa (rtr, ap, dpa, afp)

Redaktionsschluss: 18:00 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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