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Katar bietet sich als Afrika-Cup-Ausrichter an

13. November 2014

Bei der Suche nach einem neuen Gastgeber für den Afrika-Cup 2015 bringt sich überraschend ein Land außerhalb des Kontinents ins Gespräch: das Golf-Emirat Katar.

Hamad bin Khalifa bin Ahmed al-Thani, Präsident des Fußball-Verbands Katars. Foto: Getty Images
Hamad bin Khalifa bin Ahmed al-Thani, Präsident des Fußball-Verbands KatarsBild: AFP/Getty Images/S. Hamed

“Wenn Katar offiziell gefragt wird, ist es zu jeder Hilfe bei der Ausrichtung des Afrika-Cups bereit", sagte der katarische Fußballverbandspräsident Scheich Hamad bin Khalifa bin Ahmed al-Thani. Er begründete sein Angebot mit den engen Beziehungen zum Präsidenten des afrikanischen Fußballverbands (CAF), Issa Hayatou aus Kamerun. Die CAF hatte am vergangenen Dienstag dem ursprünglichen Gastgeber Marokko den Afrika-Cup entzogen, nachdem das Land darauf gedrängt hatte, das Turnier um ein Jahr zu verschieben. Die Regierung in Rabat fürchtete, dass sich die Ebola-Epidemie aufgrund des Turniers auf das Territorium Marokkos ausbreiten könnte.

Sollte Katar tatsächlich den Afrika-Cup ausrichten, wäre das Land schon zum zweiten Mal Ersatz-Gastgeber für ein wichtiges Fußball-Turnier - und erneut aufgrund einer Epidemie. 1995 sprang das Golf-Emirat kurzfristig als Veranstalter der Junioren-WM ein, nachdem Nigeria das Turnier wegen einer Cholera-Epidemie zurückgegeben hatte.

Mit dem Angebot, als Gastgeber für den Afrika-Cup einzuspringen, dürfte Katar auch das Ziel verbinden, seinen angeschlagenen Ruf zu verbessern. Noch nie wurde so kontrovers über einen WM-Ausrichter gestritten wie über den kleinen, aber reichen Wüstenstaat Katar, der den Zuschlag für 2022 erhalten hatte.

jk/sn (sid, dpa)

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