1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
Politik

Katar kauft teure US-Kampfjets

15. Juni 2017

Der Deal war bereits seit längerem vorbereitet. Doch ungeachtet der schweren diplomatischen Krise am Golf haben die USA den Verkauf von 36 Kampfjets an Katar besiegelt.

US Kampfjet F-15
Mit solchen Kampfjets soll die Sicherheitskooperation zwischen den USA und Katar gestärkt werdenBild: picture-alliance/dpa

US-Präsident Donald Trump wirft Katar vor, langjähriger Unterstützer des Terrorismus zu sein. Diese Aussage bestätigte zuletzt die Golf-Staaten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrein in ihrer Haltung gegen den Nachbarn - sie brachen die diplomatischen Beziehungen zu Katar ab. Die Lage am Golf ist äußerst angespannt.

Doch an diesem Mittwoch unterzeichnete US-Verteidigungsminister James Mattis den Milliarden-Deal. Für zwölf Milliarden Dollar kauft Katar die Kampfjets. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg soll es sich um 36 Flugzeuge vom Typ F-15 handeln. In einem Statement des Pentagon hieß es, mit der Vereinbarung bekäme Katar eine moderne Ausrüstung, die zudem die Sicherheitskooperation zwischen den Vereinigten Staaten und Katar verstärke. In Katar befindet sich die größte US-Militärbasis in der Region.

Das Außenministerium in Washington hatte bereits im vergangenen November grünes Licht für den Verkauf gegeben - zu diesem Zeitpunkt war noch die Regierung von Trumps Vorgänger Obama im Amt.

Differenzen im Regierungslager

Zur Krise um Katar kamen zuletzt widersprüchliche Signale aus den USA. Die Regierung in Washington vertrat keine einheitliche Position. Während Trump seinen Vorwurf der Terrorunterstützung gegenüber Katar wiederholte und die Haltung der anderen Golfstaaten begrüßte, trat Außenminister Rex Tillerson deutlich gemäßigter auf. Tillerson appellierte an Saudi-Arabien und die anderen Staaten, die Isolation Katars zu beenden. Zugleich forderte er die Regierung in Doha auf, die Anliegen der anderen Länder ernst zu nehmen und noch mehr im Kampf gegen den Terrorismus zu tun.

fab/kle (dpa, rtr)

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen