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Katholische Kirche in Russland

19. Dezember 2002

- Im letzten Jahrzehnt etwa 600 russisch-orthodoxe Gläubige zum Katholizismus übergetreten

Moskau, 18.12.2002, INTERFAX, russ.

Das Oberhaupt der russischen Katholiken Tadeusz Kondrusiewicz hat am Mittwoch (18.12.) mitgeteilt, in den letzten zehn Jahren seien mehrere Hundert orthodoxe Russen zum katholischen Glauben übergetreten. Bei der Katholischen Bischofskonferenz der Russischen Föderation erfuhr Interfax eine genauere Zahl: 500 bis 600. "In Anbetracht der vielen Millionen Bürger ist dies nicht der Rede wert", sagte T. Kondrusiewicz auf einer Pressekonferenz in Moskau. Gleichzeitig wies er die durch die russisch-orthodoxe Kirche gegen den Vatikan nicht selten erhobenen Anschuldigungen, die katholische Kirche versuche, Andersgläubige zum katholischen Glauben zu bekehren, kategorisch zurück. "Die Menschen treten freiwillig von der orthodoxen zur katholischen Kirche über. Wie kann man es einem Menschen ablehnen, der von selbst zu uns kommt?", so T. Kondrusiewicz. Entgegen den Behauptungen der orthodoxen Kirche betrachte der Vatikan Russland nicht als Land, dass missioniert und zum Christentum bekehrt werden müsse. "Russland wurde vor tausend Jahren getauft, es ist ein orthodoxes Land, aber heute sind hier 69 Konfessionen registriert, das heißt, die religiöse Situation hat sich im Vergleich zu 1917 geändert", sagte T. Kondrusiewicz. (TS)

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