Katholischer Gottesdienst aus Eichstätt
5. Januar 2014
Zelebrant und Prediger ist Domvikar Dr. Bernd Dennemarck. Die kirchliche Leitung hat Domvikar Reinhard Kürzinger. Der feierliche Gottesdienst wird musikalisch gestaltet von der Jugendkantorei am Eichstätter Dom unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Heiß. Die Orgel spielt Maximilian Pöllner.
In der Predigt deutet Domvikar Dr. Bernd Dennemarck den berühmten Prolog aus dem Johannesevangelium: „Am Anfang war das Wort.“ Durch dieses Wort Gottes ist alles geworden. Alles was ist, die ganze Schöpfung, die Sonne, der Mond, die Sterne, die Pflanzen und Tiere, die Menschen sind nur da, weil Gott sie ins Dasein gerufen hat. So ist das Weihnachtsfest vor über 2.000 Jahren nicht nur ein geschichtliches Ereignis – Gott wird Mensch -, sondern es weist über Zeit und Welt hinaus. Am Anfang war Gott. Und am Ende unseres Daseins steht wieder Gott. Auf ihn gehen wir zu, wenn wir einmal Raum und Zeit verlassen haben. So hat es uns Jesus zugesagt.
Die oberbayerische Stadt Eichstätt, aus der der Gottesdienst übertragen wird, gilt als Hauptort des Naturparks Altmühltal. Sie ist zudem Bischofssitz des Bistums Eichstätt und Hauptsitz der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Die Abtei St. Walburg befindet sich auf dem Walburgi-Berg am Rande der Eichstätter Altstadt. Das Benediktinerinnenkloster, gegründet im Jahre 1035, trägt den Namen der Heiligen Walburga. Die angelsächsische Missionarin war die Schwester Willibalds, des ersten Bischofs von Eichstätt. Nach dem Tod ihres Bruders Wunibald wurde Walburga Äbtissin des Benediktinerklosters in Heidenheim am Hahnenkamm, das nun nach angelsächsischem Vorbild zu einem Doppelkloster mit einem Männer- und einem Frauenkonvent ausgebaut wurde.Die Reliquien der Heiligen Walburga wurden hundert Jahre nach ihrem Tod, also um 880, feierlich nach Eichstätt überführt.
Das Walburgi-Grab in der Krypta der Abteikirche St. Walburg ist ein vielbesuchter, ganz besonderer Wallfahrtsort. Zwischen dem 12. Oktober und dem 25. Februar bilden sich regelmäßig Wassertropfen an der Bodenplatte des Sarkophags. Die Benediktinerinnen füllen das sogenannte Walburgi-Öl in Fläschchen ab. Viele Gläubige verbinden damit die Hilfe der Heiligen Walburga. Zahlreiche Votivbilder in der Gruftkapelle bezeugen ihr wunderbares Wirken.