Für viele Katzenfreunde ist klar: Findus, Garfield und Simba kennen ihren eigenen Namen und reagieren darauf. Japanische Forscher liefern jetzt den Beweis, dass dies auch wirklich stimmt.
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Wenn Felix gerufen wird, kommt Felix auch. Zumindest wenn ein Leckerli oder eine Kuscheleinheit mit Herrchen oder Frauchen locken und wenn er gerade Lust hat. Auch wenn Hauskatzen (Felis silvestris catus) ihren eigenen Kopf haben: Dass Katzen ihren Namen erkennen und darauf reagieren, ist für ihre Halter ausgemachte Sache. Bislang fehlten aber wissenschaftliche Belege. Die legen nun japanische Forscher vor.
Katzen können tatsächlich ihren Namen aus anderen Wörtern heraushören. Das schreiben Atsuko Saito von der Sophia-Universität in Tokio und sein Team im Fachmagazin "Scientific Reports". Es sei der erste experimentelle Nachweis, dass Katzen verbale Lautäußerungen von Menschen verstehen können.
Den japanischen Forschern zufolge wird erst seit kurzer Zeit die Fähigkeit von Katzen, mit Menschen zu kommunizieren, erforscht. Dabei habe man beispielsweise herausgefunden, dass es Katzen verstehen, wenn ihnen ihr Halter mit dem Finger aufs Futter zeigt. Zudem ändern Katzen - zumindest zum Teil - ihr Verhalten, je nachdem ob ihr Herrchen grimmig oder freundlich guckt.
Frauchen in New York nehmen ihre Katzen auch zum Yoga mit Bild: Reuters/J. Moon
Das Team um Saito untersuchte nun insgesamt 78 Katzen. Die Forscher schauten sich unter anderem an, wie die Tiere reagieren, wenn sie zunächst hintereinander vier allgemeine japanische Wörter vom Band hören. Dabei nahm die Aufmerksamkeit der Katzen immer weiter ab. Dann wurde ihnen ihr eigener Name vorgespielt. Die Forscher achteten darauf, dass die Wörter einen ähnlichen Klang wie der jeweilige Name der Katze hatten und dass sie gleich betont wurden.
Eindeutiges Ergebnis
Mehrheitlich reagierten die Katzen auf ihren Namen. Sie bewegten ihre Ohren oder den Kopf mehr. Der Effekt war auch zu beobachten, wenn nicht der Katzenbesitzer selbst zu seinem Tier sprach, sondern eine fremde Person. Mit einem anderen Experiment konnten die Forscher zeigen, dass Katzen aus Haushalten mit mehr als einem Stubentiger vermutlich ihren Namen von denen der anderen unterscheiden können.
Ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. finden sich Beweise für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier.Bild: picture-alliance/Poss
Das Können der Katzen resultiere aus dem täglichen Umgang von Mensch und Tier, schreiben die japanischen Forscher. Sie schlagen vor, das Potenzial zu nutzen: "Vielleicht können wir Katzen dazu bringen, zu lernen, dass sie gefährliche Gegenstände oder Orte mit bestimmten Lautäußerungen in Verbindung bringen."
In Deutschland gibt es weit mehr als zehn Millionen Katzen. Laut Industrieverband Heimtierverband lebten im Jahr 2017 in mehr als jedem fünften Haushalt eine oder mehrere Samtpfoten.
Die bekanntesten Kult-Katzen zum Weltkatzentag
Mal Schmusekatze, mal Kratzbürste: Am 8. August wird die Katze gefeiert. Ihr vielschichtiger Charakter inspirierte Zeichner, Filmemacher und sogar Modedesigner. Für uns ein Anlass, an berühmte Katzen zu erinnern.
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Frech, fett und faul
Den fetten Kater Garfield gibt es seit 1978. Er lebt mit dem Außenseiter Jon und dem dümmlichen Hund Odie zusammen. Die beste Umgebung für eine gelangweilte, zynische Katze: Jon und Odie bekommen es nämlich immer ab, wenn Garfield etwas nicht passt. 2004 kam der Lasagne-süchtige Kater ins Kino, mehrere Fortsetzungen folgten.
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Rätselhafte Grinsekatze mit Coaching-Qualitäten
Alice verirrt sich im Wunderland und bittet die Grinsekatze um Rat: "Welchen Weg soll ich gehen?" Die Katze grinst: "Kommt drauf an, wohin du willst." - "Ist mir egal." - "Dann ist jeder Weg richtig." Heute würde man für ein solches Gespräch bei einem Coach viel Geld bezahlen: Zielklärung, Prioritäten setzen, Optionen prüfen, mit der Erkenntnis, dass Orientierung oft bei einem selbst beginnt.
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Widerstand ist zwecklos
Er führt die schwierigsten Aufträge aus, er bringt die miesesten Typen zur Strecke. Er ist edler spanischer Herkunft, er ist schnell, seine Krallen sind scharf wie Rasierklingen; er ist "Der gestiefelte Kater". Das Einzige, was ihn umhaut, ist, wenn er ein Fellknäuel ausspeien muss. Seine Rolle in den "Shrek"-Filmen war so erfolgreich, dass er sogar zwei eigene Spielfilme bekommen hat.
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Katzen brauchen furchtbar viel Musik
1970 erobert die feine, alleinerziehende Katzendame Duchesse mit ihren drei Kindern die Kinoleinwände. Sie stößt auf den Straßenkater Thomas O'Malley und einen wilden Haufen Jazz-verrückter Katzen. In dem Disney-Streifen "Aristocats" geht es um einen Bösewicht, viel Jazzmusik und natürlich auch um Mondschein und Liebe im Paris der 1920er-Jahre.
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Cats and Drugs and Rock'n'Roll
Fritz the Cat ist in den 1970ern Kult. Die Anarcho-Katze stammt aus der Feder von Comiczeichner Robert Crumb: Ein sex- und drogensüchtiger Kater, der sich saufend und kiffend durchs Leben schlägt, Sex-Parties feiert und schließlich zum Bombenleger wird. 1971 wird der Comic-Strip verfilmt. Es ist der erste Zeichentrickfilm überhaupt, in den man erst ab 18 darf.
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Wodka und große Sprüche
Behemoth, der berühmte Kater aus Bulgakows "Der Meister und Margarita", läuft auf zwei Beinen, trinkt Wodka und schießt mit Pistolen um sich. Mit sarkastischem Humor und aristokratischer Lässigkeit stolpert er durch Moskau und hinterlässt überall Chaos: Er zündet Wohnungen an, duelliert sich und kommentiert alles mit bissigem Humor - ein pelziger Wirbelsturm aus Anarchie und Spott.
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Eine tragische Figur
Kater Sylvester hat nur ein einziges Ziel: den kleinen gelben Kanarienvogel Tweety zu fangen und zu verspeisen. Doch der Vogel ist immer etwas schneller als der Kater. Was besonders nervtötend ist: Tweety weiß auch immer alles besser. Und treibt Sylvester regelmäßig in den Wahnsinn. Die beiden gehören zu dem Warner-Trickfilm-Ensemble "Looney Tunes".
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Katz und Maus
Zwischen 1940 und 1967 macht das Comic-Paar Tom und Jerry die Kinoleinwände unsicher, später kommen sie auch ins Fernsehen, 1976 in Deutschland. Die Story ist denkbar einfach: Tom will Jerry fangen, Jerry entkommt. Bei den wilden Jagden schrecken beide nicht vor Gewalt zurück, regelmäßig gehen Sprengsätze hoch. Sieben Kinofolgen wurden mit einem Oscar geehrt, sechs weitere waren nominiert.
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Der sprechende Kater
In der Kinderbuch-Reihe "Pettersson und Findus" mischt der quirlige Kater Findus sein betagtes Herrchen richtig auf. Er hat nur Blödsinn im Kopf, aber wirklich böse ist ihm keiner. Der einzige Mensch, mit dem Findus sich unterhält, ist "sein alter Mann" Pettersson. Die Bücher des schwedischen Autoren Sven Nordqvist gibt es auch in einer Zeichentrickversion.
Bild: Mfa film/dpa/picture-alliance
Bob der Streuner - eine wahre Geschichte
Die Freundschaft zwischen dem rot getigerten Kater Bob und seinem Besitzer James Bowen rührte Millionen Menschen. Nachdem der einst drogenabhängige Straßenmusiker 2007 die verletzte Katze gefunden und wieder aufgepäppelt hatte, folgte sie ihm auf Schritt und Tritt. Das Paar wurde berühmt, es gab ein Buch und einen Film. Im Alter von 14 Jahren starb Bob im Juni 2020.
Choupette war Karl Lagerfelds Muse. Wo der 2019 verstorbene Modezar war, war die Birma-Katze auch. Im extra für sie gestylten Transport-Täschchen, mit zwei Zofen, einem Koch und einem Bodyguard. Choupette modelt, hat einen Instagram-Account und führt ein ganz normales Luxusleben als Influencerin. Eine It-Cat eben, die 2023 sogar zur Met-Gala in New York eingeladen war.
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Ein Traum in Pink
"Hello Kitty" stammt aus Japan und ist seit Jahrzehnt ein Renner in Mädchenzimmern weltweit. Das Hello-Kitty-Label findet sich im ganzen Kinderzimmer wieder: auf Gitarren, Taschen, Möbeln, Klamotten und natürlich als niedliches Kuscheltierchen. Viele heute junge Erwachsene feiern das Tierchen bis heute - so landet die Katze auch schonmal auf Autos oder Küchenmaschinen.
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Maler mit Katze
Der österreichische Maler Gustav Klimt (1862–1918) galt als exzentrisch. Das galt auch für seine Liebe zu Katzen. Sie gehörten zu seinem kreativen Chaos, streiften frei durch sein Atelier zwischen Skizzen und Stoffen; sie sollen auch, während er malte, auf seinem Schoß gesessen haben. Dieses berühmte Foto von 1911 zeigt Klimt, wie er eine seiner Katzen knuddelt - ob sie will oder nicht.
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Bösewicht mit Katze
Der Schurke Blofeld ist der schlimmste Feind von James Bond. In verschiedenen Abenteuern des 007-Agenten tritt er auf, meistens sitzt er in irgendeinem opulenten geheimen Versteck, wo weitere Bösewichte ebenso böse Maschinen bauen, mit denen Blofeld die Weltherrschaft erlangen will. Blofeld hat immer eine weiße Perserkatze auf dem Schoß, die er zärtlich krault. Das macht ihn doppelt unheimlich.