Seoul warnt vor Atomwaffen in Nordkorea
20. August 2026
Ahn Gyu-back stellte in einer Rede vor dem Parlament seines Landes klar, Seoul lehne eine offizielle Anerkennung Nordkoreas als Atomwaffenstaat weiterhin ab. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, Pjöngjang verfüge über "57 sehr mächtige Atomwaffen". Weder Südkorea noch die USA erkennen Nordkorea offiziell als Atommacht an.
"Das werde ich"
Trump brachte derweil ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un noch in diesem Jahr ins Spiel. "Ja, das werde ich", antwortete Trump auf die Frage von Reportern, ob er plane, Kim im Laufe dieses Jahres zu treffen. Er fügte hinzu, es sei ihm wichtig, sich mit Kim "gut zu verstehen." Einzelheiten nannte der US-Präsident nicht.
Das "Wall Street Journal" berichtet aber, dass Trump ein Treffen im November am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Shenzhen in China erwäge. Trump und Kim verbindet eine sehr wechselvolle Beziehung.
Während der US-Präsident den nordkoreanischen Machthaber zunächst als "Raketenmann" verspottet und ihm mit "Feuer und Zorn" gedroht hatte, traf er ihn in seiner ersten Amtszeit dreimal. Damals sagte er unter anderem, er und Kim hätten "wunderschöne Briefe" ausgetauscht. Konkrete Ergebnisse gab es damals trotzdem nicht.
Wieder Raketen aus Pjöngjang
Unterdessen wurde bekannt, dass Nordkorea erneut mindestens zehn Kurzstreckenraketen abgefeuert hat. Die Flugkörper seien allesamt in der Nähe der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang gestartet, teilte der südkoreanische Generalstab mit.
Die Geschosse flogen nach Angaben aus Seoul in östlicher Richtung ins Japanische Meer. Dem abgeschotteten Nordkorea ist es gemäß mehreren Resolutionen des UN-Sicherheitsrats untersagt, ballistische Raketen abzufeuern. Machthaber Kim Jong Un ignoriert das jedoch immer wieder.
Die jetzt registrierten Raketentests erfolgten nur wenige Tage nachdem sowohl Südkorea als auch die USA deutliche Zugeständnisse an Nordkorea gemacht hatten. So hatte US-Präsident Trump am Wochenende angeordnet, das seit Montag laufende gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea im Umfang deutlich zu reduzieren.
haz/gri (dpa, afp, rtr)
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