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Kirche zeigt Erbarmen mit Weltbild

24. Januar 2014

Die Bistümer Augsburg und München-Freising greifen dem katholischen Weltbild-Verlag mit einem Millionenkredit unter die Arme. Mit 35 Millionen Euro soll die Zerschlagung vorläufig vermieden werden.

Deutschland Verlag Weltbild
Bild: picture-alliance/dpa

Die Bistümer bestätigten einen Bericht der Süddeutsche Zeitung. Danach stellt das Bistum München-Freising 20 Millionen Euro bereit. 15 Millionen Euro streckt das Bistum Augsburg vor. Die Kredite sollen die Weiterführung des Unternehmens sichern. Das Geld werde benötigt, um zu verhindern, dass weitere Firmenteile in Gefahr geraten, hieß es. Die Banken sollen dem Konzept bereits zugestimmt haben.

Weltbild gehört zwölf katholischen Bistümern, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseelsorge Berlin. Bei Weltbild arbeiten rund 6.800 Mitarbeiter, 2.200 davon in der Zentrale in Augsburg. Der Insolvenzverwalter möchte das Unternehmen möglichst komplett erhalten. der Betrieb setzt auf eine Stiftungslösung. Medien berichten von einem Übernahme-Interesse der Buchhandelskette Thalia.

Kritik an den kirchlichen Gesellschaftern von Weltbild erhob der Eigentümer der Textilfirma Trigema, Wolfgang Grupp. Diese hätten sich aus der Verantwortung gestohlen, so Grupp. Leidtragende seien nun die Steuer- und Beitragszahler der Sozialversicherung, schreibt Grupp in einer Kolumne auf der Internetseite der "Wirtschaftswoche" aus Düsseldorf. Doch seien die Probleme bei Weltbild unternehmerisch zu lösen, auch wenn das Geld koste. Die katholische Kirche habe genügend Geld, so der Trigema-Chef.

sd/kk (Süddeutsche Zeitung, Wirtschaftswoche, KNA, epd, dpa)