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Kleine Einführung in den deutschen Schrebergarten

Elizabeth Grenier bb
30. Mai 2018

Für manch deutschen Städter ist er der Rückzugsort schlechthin im Sommer: der Schrebergarten. Wir zeigen, was man über die eigentümlichen Parzellen mit Häuschen, Beeten und Gartenzwergen wissen muss.

Deutsche Schrebergärtner in den 1970er Jahren (Foto: picture-alliance/dpa/Brüchmann)
Bild: picture-alliance/dpa/Brüchmann

Immer mehr Leute zieht es in die Stadt - aber trotzdem möchten sie nicht aufs Pflanzen, Gießen und Unkrautjäten verzichten. So ist Urban Gardening in den vergangenen Jahren ziemlich hipp geworden. Tatsächlich reicht die Geschichte von Gärten in deutschen Städten aber deutlich weiter zurück als nur ein paar Jahre, nämlich bis ins 19. Jahrhundert, die Zeit der Industrialisierung und Urbanisierung.

Die neuen Gärtner von heute haben wiederentdeckt, wie viel Spaß es macht, die Erde umzugraben und mögen die Idee, mit dem Anbau des eigenen Gemüses ein Statement gegen Konsum zu setzen. Der Schrebergarten diente ursprünglich einem weitaus ernsthafteren Zweck: Er sollte dabei helfen, die extreme Armut und Mangelernährung städtischer Familien zu bekämpfen. Daher hießen Schrebergärten anfangs auch "Armengärten".

Zu ihrem heutigen Namen kamen die Schrebergärten durch den Leipziger Arzt Moritz Schreber: Es war der Leipziger Schuldirektor Ernst Innozenz Hausschild, der 1864 die von ihm gegründeten Schreberplätze, auf denen Kinder von Fabrikarbeitern unter der Aufsicht von Pädagogen spielen konnten, zu Ehren Moritz Schrebers nach diesem benannte. Im Laufe der Zeit wurden aus den Schreberplätzen Gärten - und Rückzugsorte für die ganze Familie.

Ohne die dort angebaute Nahrung hätten manche Familien im Ersten und Zweiten Weltkrieg nicht überleben können.

Gerade für Leute, die zum ersten Mal in Deutschland sind, mögen die umzäunten Gartenkolonien, mit ihren kleinen Häuschen, die sich oftmals entlang von Eisenbahnschienen reihen, seltsam wirken. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und erfahren Sie noch mehr über diese typisch deutschen Gärten.

Weitere Inhalte über Deutsche, ihre Alltagskultur und Eigenheiten finden Sie auf unserer Seite dw.com/MeettheGermans_de.

Der Schrebergarten ist für manchen Deutschen seine große Leidenschaft. Doch es gibt noch mehr zu entdecken: 

 

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