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PolitikKolumbien

Kolumbien: Militärflugzeug mit über 120 Menschen abgestürzt

24. März 2026

Das Unglück ereignete sich kurz nach dem Start im Süden Kolumbiens. Die Behörden sprechen von mindestens 66 Todesopfern. Doch es gibt auch viele Überlebende.

Kolumbien Puerto Leguízamo 2026 | Soldaten mit Tragbahren und viele andere Menschen vor dem weitgehend ausgebrannten Wrack des Transportflugzeugs der Armee
Helfer und Schaulustige am weitgehend ausgebrannten Wrack des Transportflugzeugs der Armee Bild: MiPutumayo/AP Photo/picture alliance

57 Menschen haben nach offiziellen Angaben den Absturz des Transportflugzeugs vom Typ Lockheed Martin C-130 Hercules überlebt. Die Maschine der Luftwaffe Kolumbiens war wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen in Puerto Leguízamo, nahe der Grenze zu Peru und Ecuador verunglückt.

Unter den Todesopfern viele Soldaten

Der Oberbefehlshaber der kolumbianischen Streitkräfte, Hugo Alejandro López Barreto, teilte im Onlinedienst X mit, 66 Menschen hätten das Unglück nicht überlebt. Bei den Todesopfern handele es sich überwiegend um Soldaten. Zudem starben den Angaben zufolge sechs Mitglieder der Luftwaffe sowie zwei Polizisten. Mehrere Militärs werden noch vermisst. An Bord der Maschine waren laut offiziellen Angaben 128 Menschen, darunter elf Besatzungsmitglieder. 

López Barreto sprach von einem tragischen Unfall. "Derzeit haben wir keine Informationen oder Indizien, dass es sich um einen Anschlag einer illegalen bewaffneten Gruppe gehandelt haben könnte", erklärte er weiter. In der Grenzregion kämpfen die kolumbianische und die ecuadorianische Armee gegen Drogenkartelle und Milizen.

Im Waldgebiet ausgebrannt

Das Flugzeug war in ein Waldgebiet gestürzt. Nach Angaben der Feuerwehr befand sich Sprengstoff an Bord der Maschine. Bauern aus der Gegend berichteten, sie hätten einen "Knall" gehört. "Ich spürte eine Explosion in der Luft, und als ich hinschaute, flog das Flugzeug schon dicht an meinem Haus vorbei", sagte der Landwirt Noé Mota.

Verletzte auf dem Weg zur Behandlung Bild: Colombian Military Forces/Handout/Anadolu/picture alliance

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro sprach auf der Plattform X von einem "schrecklichen Unfall, der nicht hätte passieren dürfen". Er kritisierte bürokratische Hürden bei der Modernisierung der Streitkräfte. "Es geht um das Leben unserer jungen Leute", schrieb er weiter. 

se/pgr (afp, dpa, rtr, ap)

Redaktionsschluss: 17.45 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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