Korruption darf nicht länger geduldet werden
8. März 2002Bukarest, 6.3.2002, ADZ, deutsch
Präsident Ion Iliescu, der Dienstag (5.3.) bei der Bilanzsitzung 2001 des Innenministeriums dabei war, äußerte sich eindringlich über die Notwendigkeit der Bekämpfung der kleinen und großen Korruption, schreibt "Adevarul". Dieses Phänomen würde den sozialen Organismus von innen her aushöhlen und die Autorität des Staates untergraben. Der Staatspräsident empfahl den Mitarbeitern des Innenministeriums, jeden Fall der Einflussnahme sofort zu melden, welcher Amtsträger sie auch immer anrufe, ganz gleich, ob es sich um einen Minister oder Abgeordneten handle. So etwas dürfe nicht weiter geduldet werden. Bezüglich des Schmiergelds und der "kleinen Korruption" unterstrich Ion Iliescu, dass alle Probleme innerhalb des vorhandenen gesetzlichen Rahmens gelöst werden müssten, es ginge nicht an, dass ein Beamter Bestechungsgeld verlangt. Ein solcher Beamter müsse (...) gepackt und sofort hinausgeworfen werden". Der betroffene Bürger müsse derartige Fälle als erster melden. Auf allen Ebenen sei Korrektheit einzuführen. Es ginge auch nicht an, dass die Übeltäter in den öffentlichen Verkehrsmitteln, auf der Straße oder in den Blockeingängen die Bürger bestehlen und belästigen, Polizisten, Gendarmen und andere Leute dabei jedoch wegschauen. Innenminister Ioan Rus gab zu, dass es auch innerhalb der Polizei Korruptionsfälle gebe, diese Leute müssten dringend entlassen werden. (fp)