News kompakt: Entscheidende Runde zwischen USA und Iran
26. Februar 2026
Die Gespräche zwischen Regierungsvertretern aus den USA und dem Iran gehen an diesem Donnerstag in Genf in eine neue Runde. Der Golfstaat Oman vermittelt wieder. Im Streit um das iranische Atomprogramm hatte Präsident Donald Trump dem Mullah-Regime in Teheran vor einer Woche ein Ultimatum gestellt. Es läuft in wenigen Tagen aus. Die USA drohen mit einem militärischen Eingreifen, sollte es keine Einigung geben.
Nach Darstellung von US-Außenminister Marco Rubio versucht der Iran auch, Interkontinentalraketen zu entwickeln. Man habe bereits beobachten können, wie der Iran die Reichweiten jener Raketen erhöht habe, über die das Land bereits verfüge, sagte Rubio.
Tödliche Schüsse vor Kubas Küste - Havanna spricht von Terrorangriff
Kubanische Grenzschützer haben nach Angaben der Regierung in Havanna vor der Küste ein in den USA registriertes Boot mit Terrorverdächtigen gestoppt. Beide Seiten lieferten sich auf offener See eine Schießerei. Vier der zehn Menschen auf dem verdächtigen Schnellboot wurden laut Behörden-Angaben getötet, die anderen verletzt. Auch der Kommandant des kubanischen Patrouillenschiffs sei bei dem Schusswechsel vor der Nordküste des Karibikstaats verletzt worden.
Laut dem Innenministerium in Havanna verfolgte die zehnköpfige Besatzung des Schnellboots terroristische Absichten und wollte illegal nach Kuba eindringen. An Bord seien Sturmgewehre, Handfeuerwaffen, selbstgebaute Sprengkörper und Tarnuniformen sichergestellt worden. Die Angreifer seien alle Kubaner mit Wohnsitz in den USA. Die US-Regierung in Washington sprach von einem sehr ungewöhnlichen Vorfall und kündigte eigene Nachforschungen an.
Merz besucht chinesischen Hersteller für Roboter
Am zweiten Tag seines Aufenthalts in China hat Bundeskanzler Friedrich Merz zunächst die Verbotene Stadt in Peking besichtigt. Sie wurde Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut, ist heute UNESCO-Weltkulturerbe und zählt mit ihren 980 Gebäuden zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Volksrepublik. Anschließend reiste Merz in die südchinesische Metropole Hangzhou weiter. Die Stadt ist ein wichtiger Standort für Hightech-Unternehmen.
Dort besucht Merz mit dem Unternehmen Unitree Robotics den weltweit führenden Hersteller menschenähnlicher Roboter. Zudem will sich der Kanzler Siemens Energy anschauen, das in Hangzhou seit 1995 mit einem Standort für Hochspannungsschaltanlagen vertreten ist. Am Mittwoch hatte Merz mit Staatschef Xi Jinping eine engere Zusammenarbeit beider Länder vereinbart.
Der ukrainische Präsident Selenskyj telefoniert mit Trump
Im Vorfeld der nächsten Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump gesprochen. Bei dem Telefonat seien auch die US-Unterhändler Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn, Jared Kushner, anwesend gewesen, teilte Selenskyj auf seiner Internetseite mit. An diesem Donnerstag werden die US-Unterhändler in Genf in der Schweiz mit Vertretern der Ukraine beraten. Dabei geht es unter anderem um die Vorbereitung der nächsten Runde der Friedensverhandlungen mit Russland Anfang März.
Bei dem Treffen im März solle dann der Weg für eine Begegnung der Staatschefs geebnet werden, teilte Selenskyj weiter mit. Der US-Präsident unterstütze diese Vorgehensweise. "Dies ist der einzige Weg, um alle komplexen und sensiblen Fragen zu klären und den Krieg endlich zu beenden", schrieb Selenskyj im Onlinedienst X. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen die russische Invasion. Die USA drängen die Regierungen in Kyjiw und Moskau seit mehreren Monaten zu einem Friedensschluss.
Senegal soll strengeres Anti-Homosexuellen-Gesetz bekommen
Senegals Ministerpräsident Ousmane Sonko will die Kriminalisierung von Schwulen und Lesben in dem westafrikanischen Land verschärfen. Nach seinen Plänen sollen gleichgeschlechtliche Handlungen künftig mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden können. Das wäre eine Verdoppelung des bisherigen Strafmaßes. Wie das Nachrichtenportal "Seneweb" meldet, sieht das ein entsprechender Gesetzentwurf vor, den Sonko der senegalesischen Nationalversammlung vorgelegt hat.
Zudem schlägt Sonko laut Medienberichten vor, im Senegal künftig "jede Person, die sich für Homosexualität einsetzt" mit einer Haftzeit von drei bis sieben Jahren zu bestrafen. Damit erinnert der Entwurf an eine Gesetzesverschärfung in Uganda, wo ebenfalls die Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen oder Transpersonen kriminalisiert wird.
2025 war tödlichstes Jahr für Journalisten und Medienschaffende
Im vergangenen Jahr sind einer Nichtregierungsorganisation zufolge 129 Journalisten und Medienschaffende getötet worden und damit so viele wie seit Jahrzehnten nicht. Es ist das zweite Jahr in Folge, dass das in New York ansässige Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) einen neuen Höchstwert meldet. Die Organisation erhebt die Daten seit mehr als 30 Jahren.
Das CPJ wirft Israel vor, für zwei Drittel der aktuellen Fälle verantwortlich zu sein. Die meisten der im Jahr 2025 getöteten Medienschaffenden seien Palästinenser gewesen, die aus dem Gazastreifen berichtet hätten. Das israelische Militär betont, nie absichtlich Journalisten ins Visier zu nehmen.
se/AR/pgr (dpa, afp, rtr, ap, kna, epd)
Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.