News kompakt: Mutmaßlicher Amokfahrer von Leipzig vor Justiz
5. Mai 2026
Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig, bei der zwei Menschen getötet und drei weitere schwer verletzt wurden, soll der Fahrer des Autos an diesem Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Ein 33-jähriger deutscher Staatsbürger war am Montagabend unmittelbar nach der Tat festgenommen worden. Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters aus.
Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sagte, bei dem festgenommenen Fahrer handle es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Einzeltäter. Medienberichten zufolge war der Mann schon vor der Tat polizeibekannt, allerdings nicht einschlägig. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. In der Leipziger Nikolaikirche und in der Thomaskirche können Menschen heute der Opfer gedenken.
USA und Iran auf Eskalationskurs
Der Streit über die blockierte Straße von Hormus am Persischen Golf gefährdet die Waffenruhe zwischen den USA und Iran. US-Präsident Donald Trump drohte der Islamischen Republik erneut mit Vernichtung. Zuvor hatte Iran, als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der Meerenge, Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) angegriffen und in Brand gesetzt. Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz forderte die iranische Regierung in Teheran dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Trump hatte am Sonntag den Start einer Initiative angekündigt, um Schiffen freie Fahrt zu gewähren, die wegen der Blockade der Straße von Hormus feststecken. Laut dem zuständigen US-Regionalkommando (CENTCOM) waren am Montag Zerstörer durch die Meerenge in den Persischen Golf eingefahren. Zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten das Seegebiet verlassen können, hieß es. Im Zuge der Aktion will das US-Militär sechs Schnellboote der Islamischen Republik zerstört haben.
Russland will Feuerpause für Jahrestag von Sieg über Nazi-Deutschland
Russland und die Ukraine haben für die laufende Woche Feuerpausen angekündigt, diese aber nicht miteinander abgestimmt. Der russische Präsident Wladimir Putin habe für den 8. und 9. Mai eine zweitägige Waffenruhe angeordnet, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Anlass sei der Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg.
Das Ministerium erklärte, es erwarte, dass sich die ukrainische Seite der Feuerpause anschließe. Sollte die Ukraine versuchen, die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges zu stören, werde die Innenstadt von Kyjiw angegriffen. Bislang habe man aus humanitären Gründen von solchen Maßnahmen abgesehen. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte eine Feuerpause an. Diese solle am kommenden Mittwoch beginnen, erklärte er.
Schnieder nennt Tankrabatt "richtige Entscheidung"
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hält den von der Bundesregierung beschlossenen Tankrabatt für sinnvoll und schließt eine Verlängerung nicht grundsätzlich aus. "Wir behalten die Lage im Blick und schauen, was erforderlich ist, damit das Tanken für alle bezahlbar bleibt", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Der Tankrabatt sei eine richtige Entscheidung, so Schnieder weiter. Seit dem 1. Mai gilt für zwei Monate eine Steuersenkung für Benzin und Diesel von knapp 17 Cent pro Liter. Regierung und Kartellamt in Deutschland fordern von der Mineralölwirtschaft, die Steuerentlastung vollständig an die Autofahrer weiterzugeben.
Unicredit-Aktionäre machen Weg für Commerzbank-Offerte frei
Die Unicredit treibt ihre Übernahmepläne für die Commerzbank in Deutschland voran. Die Aktionäre der italienischen Großbank stimmten bei einer außerordentlichen Hauptversammlung in Mailand der notwendigen Kapitalerhöhung zu, wie die Unicredit mitteilte. Die Anteilseigner genehmigten bis zum 31. Dezember 2027 die Ausgabe von Aktien im Nominalwert von bis zu 6,7 Milliarden Euro.
Damit kann die Unicredit ihr Mitte März angekündigtes Angebot zur Übernahme sämtlicher Commerzbank-Anteile offiziell machen. Das italienische Geldinstitut war Ende 2024 in großem Stil bei der Commerzbank eingestiegen und hat seine Anteile seitdem erhöht. Die Commerzbank-Führung und ihre Beschäftigten sowie die Bundesregierung haben sich gegen die Übernahme-Pläne ausgesprochen.
Abtreibungspille Mifepristone darf vorerst weiter verschickt werden
Der Oberste Gerichtshof der USA hat vorübergehend eine bundesstaatliche Regelung wieder in Kraft gesetzt, die es erlaubt, die Abtreibungspille Mifepristone über Telemedizin zu verschreiben und per Post zu versenden. Damit hob er die Entscheidung eines Berufungsgerichts in New Orleans auf, das diese Regelung blockiert und den landesweiten Zugang zu dem Medikament eingeschränkt hatte.
Die Maßnahme des Obersten Gerichtshofs, eine sogenannte „administrative Aussetzung", verschafft den Richterinnen und Richtern mehr Zeit, um Eilanträge zweier Hersteller von Mifepriston zu prüfen. Sie gilt zunächst für eine Woche.
haz/se/fab (dpa, afp, rtr)
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