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PolitikGlobal

News kompakt: Mutmaßlicher Amokfahrer von Leipzig vor Justiz

5. Mai 2026

Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig kommt der Fahrer heute vor den Haftrichter. Die USA und der Iran bleiben auf Konfrontationskurs. Der DW-Nachrichtenüberblick.

Deutschland Leipzig 2026 | Rettungskräfte neben beschädigtem Auto nach Attacke
Zwei Tote und mindestens drei Schwerverletzte - nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig ist das Entsetzen großBild: Sebastian Willnow/dpa/picture alliance

Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig, bei der zwei Menschen getötet und drei weitere schwer verletzt wurden, soll der Fahrer des Autos an diesem Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Ein 33-jähriger deutscher Staatsbürger war am Montagabend unmittelbar nach der Tat festgenommen worden. Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters aus.

Oberstaatsanwältin Claudia Laube und Sachsens Innenminister Armin Schuster äußern sich nach der Autoattacke in LeipzigBild: Hendrik Schmidt/dpa/picture alliance

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sagte, bei dem festgenommenen Fahrer handle es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Einzeltäter. Medienberichten zufolge war der Mann schon vor der Tat polizeibekannt, allerdings nicht einschlägig. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. In der Leipziger Nikolaikirche und in der Thomaskirche können Menschen heute der Opfer gedenken. 

USA und Iran auf Eskalationskurs

Der Streit über die blockierte Straße von Hormus am Persischen Golf gefährdet die Waffenruhe zwischen den USA und Iran. US-Präsident Donald Trump drohte der Islamischen Republik erneut mit Vernichtung. Zuvor hatte Iran, als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der Meerenge, Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) angegriffen und in Brand gesetzt. Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz forderte die iranische Regierung in Teheran dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran nochmals mit Vernichtung gedrohtBild: Matt Rourke/AP Photo/dpa/picture alliance

Trump hatte am Sonntag den Start einer Initiative angekündigt, um Schiffen freie Fahrt zu gewähren, die wegen der Blockade der Straße von Hormus feststecken. Laut dem zuständigen US-Regionalkommando (CENTCOM) waren am Montag Zerstörer durch die Meerenge in den Persischen Golf eingefahren. Zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten das Seegebiet verlassen können, hieß es. Im Zuge der Aktion will das US-Militär sechs Schnellboote der Islamischen Republik zerstört haben.

Russland will Feuerpause für Jahrestag von Sieg über Nazi-Deutschland

Russland und die Ukraine haben für die laufende Woche Feuerpausen angekündigt, diese aber nicht miteinander abgestimmt. Der russische Präsident Wladimir Putin habe für ‌den ⁠8. ⁠und 9. Mai eine zweitägige Waffenruhe angeordnet, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau ​mit. Anlass sei der Jahrestag des Sieges ​über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Ukraine-Konflikt eine zweitägige Feuerpause verkündetBild: Alexei Danichev/TASS/ZUMA/picture alliance

Das ​Ministerium ‌erklärte, es erwarte, dass sich die ukrainische Seite der Feuerpause anschließe. Sollte die Ukraine ‌versuchen, die Feierlichkeiten zum Tag des ‌Sieges ​zu stören, werde die Innenstadt von Kyjiw angegriffen. Bislang habe man aus humanitären Gründen von solchen Maßnahmen ​abgesehen. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte eine Feuerpause an. Diese solle am ⁠kommenden ​Mittwoch beginnen, erklärte er.

Schnieder nennt Tankrabatt "richtige Entscheidung"

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hält den von der Bundesregierung beschlossenen Tankrabatt für sinnvoll und schließt eine Verlängerung nicht grundsätzlich aus. "Wir behalten die Lage im Blick und schauen, was erforderlich ist, damit das Tanken für alle bezahlbar bleibt", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

17 Cent weniger pro Liter - Die Bundesregierung hofft auf einen positiven Effekt des TankrabattsBild: Frank Hoermann/SVEN SIMON/picture alliance

Der Tankrabatt sei eine richtige Entscheidung, so Schnieder weiter. Seit dem 1. Mai gilt für zwei Monate eine Steuersenkung für Benzin und Diesel von knapp 17 Cent pro Liter. Regierung und Kartellamt in Deutschland fordern von der Mineralölwirtschaft, die Steuerentlastung vollständig an die Autofahrer weiterzugeben.

Unicredit-Aktionäre machen Weg für Commerzbank-Offerte frei

Die Unicredit treibt ihre Übernahmepläne für die Commerzbank in Deutschland voran. Die Aktionäre der italienischen Großbank stimmten bei einer außerordentlichen Hauptversammlung in Mailand der notwendigen Kapitalerhöhung zu, wie die Unicredit mitteilte. Die Anteilseigner genehmigten bis zum 31. Dezember 2027 die Ausgabe von Aktien im Nominalwert von bis zu 6,7 Milliarden Euro.

Der Hauptsitz der Unicredit im Mailänder BankenviertelBild: Daniel Kalker/picture alliance

Damit kann die Unicredit ihr Mitte März angekündigtes Angebot zur Übernahme sämtlicher Commerzbank-Anteile offiziell machen. Das italienische Geldinstitut war Ende 2024 in großem Stil bei der Commerzbank eingestiegen und hat seine Anteile seitdem erhöht. Die Commerzbank-Führung und ihre Beschäftigten sowie die Bundesregierung haben sich gegen die Übernahme-Pläne ausgesprochen. 

Abtreibungspille Mifepristone darf vorerst weiter verschickt werden

Der Oberste Gerichtshof der USA hat vorübergehend eine bundesstaatliche Regelung wieder in Kraft gesetzt, die es erlaubt, die Abtreibungspille Mifepristone über Telemedizin zu verschreiben und per Post zu versenden. Damit hob er die Entscheidung eines Berufungsgerichts in New Orleans auf, das diese Regelung blockiert und den landesweiten Zugang zu dem Medikament eingeschränkt hatte.

Noch ist das letzte Wort zur Abtreibungspille Mifepriston nicht gesprochenBild: Charlie Neibergall/AP/picture alliance

Die Maßnahme des Obersten Gerichtshofs, eine sogenannte „administrative Aussetzung", verschafft den Richterinnen und Richtern mehr Zeit, um Eilanträge zweier Hersteller von Mifepriston zu prüfen. Sie gilt zunächst für eine Woche.

haz/se/fab (dpa, afp, rtr)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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