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Lokale Größe

Monika Lohmüller31. Januar 2003

Zurück in die Politik?! Diese Gedanken treiben derzeit den ehemaligen SPD-Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine um. Jede Partei hat eben ihren "Möllemann", könnte man meinen - obwohl der Vergleich natürlich hinkt.

Das liberale "enfant terrible" betrieb seinen Bundestagswahlkampf mit provozierenden Israelkritischen Äußerungen und hat auch einige Unordnung in der Parteikasse in Nordrhein-Westfalen hinterlassen. Mit Außenpolitik hatte Oskar Lafontaine nichts am Hut, aber mit Finanzen wohl. War er nicht knapp ein Vierteljahr Bundesminister der Finanzen? Ach ja, stimmt! Dann hat er die Brocken hingeschmissen und seitdem herrscht Funkstille zwischen dem Kanzler und seinem Ex-Minister.

Aber manche Sozialdemokraten - an der Saar als auch im Bund - schielen wieder öfter nach links - zu Oskar! Das mag wohl an den schlechten Umfragewerten für die SPD und ihren Kanzler liegen. Jedenfalls will Oskar Lafontaine sich im Landtagswahlkampf an der Saar mächtig einbringen, damit die SPD dort wieder an die Regierung kommt.

Er halte das für ein "lokales Ereignis" ließ Gerhard Schröder reserviert wissen. Wer weiß. Auch Jürgen Möllemann hat es in Nordrhein-Westfalen zu einer "lokalen Größe" geschafft und zielte fortan auf die Bundesebene. Aber, das muss ja mit Oskar Lafontaine nicht so sein. Den würde sicherlich der Job als Landesvater in Saarbrücken voll ausfüllen ....

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