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Lufthansa landet in roten Zahlen

7. März 2012

Die Lufthansa hat im vergangenen Jahr mehr Umsatz gemacht, aber weniger verdient. Unter dem Strich verbuchte die deutsche Airline sogar einen Verlust. Eine Dividende für die Aktionäre gibt es dennoch.

Airplane, Lufthansa B747-400, take off, Airport Frankfurt, Hessen, Germany / Flugzeug, Lufthansa B747-400 beim Start, Rhein-Main-Flughafen Frankfurt, Hessen, Deutschland / Europa, europe
Lufthansa FlugzeugBild: picture-alliance/Arco Images G

Die Lufthansa steuert durch schwierige Zeiten. Trotz Passagierrekord und gestiegener Umsätze ist es Europas größter Fluggesellschaft im vergangenen Jahr nicht gelungen, Gewinn zu machen – unterm Strich hat sie sogar einen leichten Verlust gemacht. Er belief sich auf 13 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Frankfurt am Main mitteilte. Operativ wies die Lufthansa noch einen Gewinn von 820 Millionen Euro aus - nach einer Milliarde Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz wuchs von 26,5 Milliarden Euro auf 28,7 Milliarden Euro.

Zuletzt hatte die Kranich-Linie unter den weiter steigenden Energiepreisen und dem anhaltenden Druck auf die Margen insbesondere auf der Kurz- und Mittelstrecke gelitten. Negativ auf das Geschäft wirkten sich auch die deutsche Luftverkehrssteuer, angedrohte Lotsenstreiks und das Nachtflugverbot am Drehkreuz Frankfurt aus. In die roten Zahlen zog die Lufthansa auch der Verkauf der verlustreichen Tochter British Midland, der 285 Millionen Euro kostete.

Kleine Dividende als kleiner Trost

Die Lufthansa zahlt trotz ihres kleinen Verlustgeschäftes im abgelaufenen Jahr eine Dividende an ihre Aktionäre. Eine Ausschüttung von 25 (2010: 60) Cent je Aktie soll sie über den Fehlbetrag von 13 Millionen Euro hinwegtrösten. Das sei "für das Finanzprofil vertretbar", hieß es aus dem Lufthansa-Vorstand.

Lufthansa-Chef Christoph Franz hat seine Belegschaft bereits vor Wochen auf einen harten Sparkurs eingeschworen. Ziel der Maßnahmen unter dem Namen "Score" ist nach Unternehmensangaben eine nachhaltige Ergebnissteigerung bis 2014 von mindestens 1,5 Milliarden Euro. Man benötige die höheren Ergebnisse, um anstehende Investitionen in Flotte und innovative Produkte zu bewältigen.

Lo/se (dpa, rtrd)