Lula vermittelt im Atomstreit
17. Mai 2010
Baut der Iran eine Atombombe? Kann er das überhaupt? Warum lässt er sich nicht kontrollieren? In den bereits seit Jahren andauernden Streit um das iranische Atomprogramm ist Bewegung gekommen. Und das ist nicht der Diplomatie Europas oder der USA zu verdanken, sondern den Präsidenten der Türkei und Brasiliens: Teheran hat schließlich doch zugestimmt, sein Uran im Ausland anreichern lassen.
Warum konnten Lula und Erdogan den iranischen Präsidenten dazu bewegen, nachdem Gespräche mit dem Westen immer wieder verschoben wurden oder gescheitert waren?
Gipfel unter Gleichen?
Erst gab es einen Boykott, dann einen Eklat und jetzt sitzt man doch an einem Tisch. Die EU und die Länder Lateinamerikas treffen sich ab Montag (17.05.2010) in Madrid. Das Ganze wäre beinahe gekippt, weil ein Gast eingeladen war, den viele nicht sehen wollte: Porfirio Lobo: seit November Präsident von Honduras - nachdem das Militär seinen Vorgänger Zelaya aus dem Amt geputscht hatte.
Chaos und Clowns wie Chávez - so sieht man Lateinamerika gern in Europa, doch Länder wie Brasilien, Mexiko oder auch Argentinien sind wirtschaftliche Schwergewichte, China oder Indien haben das schon lang erkannt, die EU hinkt hinterher.
Das Öl und das Meer
Lenny Kravitz, Ani DeFranco, Mos Deaf - zahlreiche Künstler sind am Wochenende in New Orleans auf die Bühne gegangen. Beim "Gulf Aid"-Benefiz-Konzert sammelten sie Geld für die Fischer, deren Lebensgrundlage durch die Ölpest im Golf von Mexiko bedroht ist. Rund 800.000 Liter fließen seit dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" unkontrolliert ins Meer - und das jeden Tag. Nun gab es Fortschritte beim Versuch, das Leck zu stopfen. Die könnten aber noch gravierendere Folgen für die Umwelt haben.
Redaktion: Anne Herrberg