Madagaskar: Zyklon "Gezani" hinterlässt viele Todesopfer
13. Februar 2026
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern pro Stunde ist Zyklon "Gezani" Mitte der Woche über Madagaskar hinweggefegt. Die Rettungskräfte sind weiter im Dauereinsatz. Ein durch den Sturm stark gestörtes Telekommunikationsnetz und unterbrochene Stromversorgung erschwerten die Arbeiten, hieß es aus der Hauptstadt Antananarivo.
Das genaue Ausmaß der Zerstörungen könne noch nicht bestimmt werden, teilte das Nationale Amt für Risikomanagement und Katastrophenschutz mit. Die Behörden des südostafrikanischen Inselstaates sprechen derzeit von mindestens 38 Todesopfern und mehr als 370 Verletzten.
Toamasina: Hier wurden fast alle Häuser beschädigt
Besonders stark betroffen von den heftigen Windböen und Regenfällen ist die Hafenstadt Toamasina. In der mit rund einer halben Million Einwohnern zweitgrößten Stadt Madagaskars wurden laut Behörden-Angaben 90 Prozent aller Häuser beschädigt.
Drohnenaufnahmen zeigen großflächige Überschwemmungen in Toamasina. Die Straßen sind mit entwurzelten Bäumen übersät und die Dächer zahlreicher Gebäude abgedeckt. Die Infrastruktur in der Region Atsinanana, in der Toamasina liegt, sei weitgehend zerstört worden, hieß es weiter.
Der im Oktober durch das Militär an die Macht gekommene Präsident Michael Randrianirina rief zu internationaler Unterstützung auf. Insgesamt mehr als 250.000 Einwohner Madagaskars sind der Katastrophenschutzbehörde zufolge direkt vom Zyklon betroffen.
Frankreich gab die Entsendung von Hilfsgütern und Rettungskräften bekannt. Madagaskar war bis zur Unabhängigkeit 1960 eine französische Kolonie.
Madagaskar, als Hauptproduzent von Vanille und Gewürzen bekannt, hat mehr als 31 Millionen Einwohner. Die Insel liegt im Indischen Ozean vor der Küste Mosambiks und ist regelmäßig von schweren Stürmen betroffen.
Wirbelstürme als stete Gefahr
Vor etwa drei Jahren verwüstete Tropensturm "Freddy" die Insel sowie die Nachbarländer Mosambik und Malawi auf dem afrikanischen Festland. Mehr als 500 Menschen kamen ums Leben.
Der Zyklon "Gezani" bewegt sich nun auf Mosambik zu. Die dortigen Behörden warnten, der Sturm könne bis zu zehn Meter hohe Wellen verursachen. Die Behörden riefen Bürgerinnen und Bürger auf, insbesondere Küstenregionen zu verlassen.
se/AR (afp, dpa, ap)
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