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Bislang liegt der Ursprung einer Ware in dem Land, in dem die „letzte wesentliche, wirtschaftlich gerechtfertigte Verarbeitung“ vorgenommen wurde. Egal, aus welchen Ländern die Einzelteile kommen. EU-Kommissar Algirdas Semeta will dieses Prinzip aufweichen und stattdessen den Wert, der aus dem Ausland stammenden Zulieferteile für eine Ware als Maßstab nehmen. So kann aus „Made in Germany“ schnell ein „Made in Taiwan“ werden. Verbände und Politiker schlagen Alarm. Sie fürchten einen bürokratischen Kraftakt und fragen: Was bedeutet das zum Beispiel für die gute alte Handbohrmaschine made in Germany? Die Firma Fein hat sie einst erfunden und baut sie noch immer – inzwischen auch mit Zulieferteilen aus dem Ausland. Unser Reporter Holger Trzeczak hat bei dem schwäbischen Unternehmen nachgefragt: Lassen sich Auslandswert und Heimwert überhaupt gegeneinander aufrechnen?
