Menschenrechte werden weltweit verletzt
10. Dezember 2010
Menschenrechte contra Wirtschaftsinteressen
Alle Menschen haben ein Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit, auf Nahrung, Wohnung, Arbeit usw. So steht es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Doch zwischen Anspruch und Realität klafft eine gewaltige Lücke. Oft auch deshalb, weil mächtige Wirtschaftsinteressen im Widerspruch stehen zur Achtung der Menschenrechte. Zum Beispiel dann, wenn Menschen von ihrem Land vertrieben werden, weil dort Stauseen oder Plantagen entstehen sollen. In Berlin haben jetzt verschiedene Nichtregierungsorganisationen darüber diskutiert, wie sich Politik und Gesellschaft verändern müssen, damit am Ende nicht immer die Wirtschaftsmacht siegt.
Sprache und Menschenrechte
Viele Afrikaner haben in ihrer Heimat keine Arbeit, kein Dach über dem Kopf und manchmal noch nicht einmal etwas zu essen. Einige entschließen sich deshalb auszuwandern, oft auch illegal. Immer wieder wagen Afrikaner die lebensgefährliche Flucht nach Europa. Darüber wird ja in den Medien ausgiebig berichtet. Und die Art und Weise, wie berichtet wird, ist manchmal ziemlich befremdlich. Thomas Niehr, Professor am Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaften an der Uni Aaachen, erklärt, warum Metaphern wie "Flüchtlingsschwemme" verwendet werden.
Der Mensch gerät aus dem Blick
Mit der Sprache, in der Medien über Flüchtlinge berichten, wird oft das Einzelschicksal ausgeblendet. Eine Mutter aus dem Senegal erzählt von ihrem einzigen Sohn, der auf der Flucht nach Europa ums Leben kam.
Redaktion: Klaudia Pape