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Menschenrechte werden weltweit verletzt

10. Dezember 2010

An diesem Freitag wird weltweit der Tag der Menschenrechte begangen. Er erinnert an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 von der UN-Vollversammlung in Paris verabschiedet wurde.

Boot mit Flüchtlinge aus Afrika (Foto: ap)
Boot mit Flüchtlingen aus AfrikaBild: AP

Menschenrechte contra Wirtschaftsinteressen

Alle Menschen haben ein Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit, auf Nahrung, Wohnung, Arbeit usw. So steht es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Doch zwischen Anspruch und Realität klafft eine gewaltige Lücke. Oft auch deshalb, weil mächtige Wirtschaftsinteressen im Widerspruch stehen zur Achtung der Menschenrechte. Zum Beispiel dann, wenn Menschen von ihrem Land vertrieben werden, weil dort Stauseen oder Plantagen entstehen sollen. In Berlin haben jetzt verschiedene Nichtregierungsorganisationen darüber diskutiert, wie sich Politik und Gesellschaft verändern müssen, damit am Ende nicht immer die Wirtschaftsmacht siegt.

Sprache und Menschenrechte

Viele Afrikaner haben in ihrer Heimat keine Arbeit, kein Dach über dem Kopf und manchmal noch nicht einmal etwas zu essen. Einige entschließen sich deshalb auszuwandern, oft auch illegal. Immer wieder wagen Afrikaner die lebensgefährliche Flucht nach Europa. Darüber wird ja in den Medien ausgiebig berichtet. Und die Art und Weise, wie berichtet wird, ist manchmal ziemlich befremdlich. Thomas Niehr, Professor am Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaften an der Uni Aaachen, erklärt, warum Metaphern wie "Flüchtlingsschwemme" verwendet werden.

Der Mensch gerät aus dem Blick

Mit der Sprache, in der Medien über Flüchtlinge berichten, wird oft das Einzelschicksal ausgeblendet. Eine Mutter aus dem Senegal erzählt von ihrem einzigen Sohn, der auf der Flucht nach Europa ums Leben kam.

Redaktion: Klaudia Pape